xindiangoworld

Welt geteilt durch zwei
Subscribe

Artikel der Kategorie ‘Nepal’

Namaste Nepal, Namaste India

März 16, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Kleiner Nachtrag;Daniels Krone hat 70 Dollar gekostet und bei einer Untersuchung von Julia wurde festgestellt, das eine Wurzelbehandlung noetig ist. Kosten bei
2 Wurzeln 590 $ bei 3 Wurzeln 790 $.Zahn Nr.3 (fuer alle Zahnaerzte)
hatte aber 4 Wurzeln, sie bekamen die Behandlung fuer 818$. Modernste Praxis, Methoden und Mittelchen; hat in der USA studiert (es gibt hier auch eine Art Dentalstrasse – Zahnaerzte, sogenannte Dentalkliniken (Hinterhof) 400 Jahre alter Stuhl und verrostete Werkzeuge…)Beten zur Zahnfee (man nagelt Rupie an den Stein siehe Bild im vorherigen Beitrag) hat was gebracht/
Versicherung uebernimmt und wir nehmen die O-Rechnung zum Weiterschicken nach Berlin mit. Sie fahren nach uns weiter Richtung Pokhora. Sie bleiben insgesamt 3 Monate in Nepal.

Meine alte Bundeswehrhose und mein blaues T-Shirt habe ich einem nepalesischen Strassenjungen gegeben, der nicht bettelt und in die Schule geht. Aber trotzdem jeden Abend Wertstoffe in den Strassen von Thamel sammelt, damit seine Familie ueberleben
kann.
Cricket WM laeuft hier auch fast jeden Abend im Fernsehen, durch Daniel habe ich jetzt so einigermassen den Durchblick..Danke.
Noch etwas zum Thema Strom, durch diese Stromreduzierung kommt es in unserem Guesthouse vor, das wir kein warmes bzw. Fast gar kein Wasser haben, auch fuer die Toilettenspuelung. Nur mit Strom kann der Wasserbehaelter, der auf dem Dach steht, gefuellt werden. Lilly war schon ausgezogen in der Dusche gestanden ‚ no water‘..
im Internetcafe hiess es schon, kein Strom mehr..Batterie leer. Sichern oder senden..
Am wirklich letzten Abend haben wir noch ein kleines Feuerchen in einer Tonne auf der Terasse angezuendet. Brennmaterial waren alte Stuehle, die vor Altersschwaeche zusammengebrochen sind. Wir sind dann mit
2 Kanadiern aus Quebec, die das Feuerchen aus ihren Zimmern gelockt hat, ins Gespraech gekommen. Einer kommt schon mehr als 20 Jahre hierher. Er kauft Wolle hier, in Thailand und in Jakarta ein und importiert nach Kanada. Sein Bekannter ist Berufsfotograf. Habe ihn gefragt, ob sich im Hotel oder bei den Menschen etwas veraendert hat, ueber die Jahre.
Nein Leute sind noch genauso nett und im Hotel +’der Clodeckel ist auch noch der Gleiche’…
2 Motorradfahrer ca. 60 u. 35 Jahre alt aus Deutschland die schon 1 Jahr durch Russland,China, Indien gefahren sind, haben auf dem Durber Squere kurz gehalten zur Weiterfahrt nach Indien, Pakistan, Iran, Tuerkei…Geil

Flughafen 12 Uhr Schraenkchen wurde gecheckt, auspacken…
Nach einer weiteren Checkserie 5 mehr.
15.05 uhr gings los- Hinflug links, Rueckflug rechts, wenn man sitzt waere richtig um das unendliche Himalaya Gebirge zu sehen..lauter schneebedeckte Gipfel.
New Delhi:Im empfehlenswertem ‚Hare Krishna‘ Guesthouse –  Main Bazar angekommen. Doppel 650, Single 550.Indischer Rupie :60=ca.9 Euro
Check In = Checkout time
Heute war eine Hochzeit auf der Strasse mit Feuerwerk und auf dem super Hotel Roof Top haben einige westliche ‚Asrammitglieder‘ Musik gemacht..Einstimmung zu Risikesh und nicht die Schlechteste, besonders da mein Zimmer im 4 Stock ist, direkt unter dem Roof.
Indien hat uns wieder. Nepal mit ca. 24 Grad, wechselhaft verlassen und Indien mit ca. 30 Grad sonnig erreicht.
Bahnticket im Extra Touristoffice fuer Haritwar/Risikesh gekauft. Easy. Zug geht morgen um ca.15 Uhr. Dauer ca. 4 Std. Hab gemerkt, das ich mich an das oder die Indie(n-r) gewoehnt hab.
Nach einigen Internetproblemen im fortschrittlicheren Indien, haben wir 2 polnische Maedels getroffen, die Asien in 5 Wochen sehen wollen. Indien  7 Tage, Delhi, Goa, Mumbai dann Malaysia dann Thailand. Kambodscha od. Laos.. sind mit der russischen Furchbarfluglinie  geflogen und vermissen jetzt einen Rucksack.
Ausser den vielen Menschen, Ochsenkarren(riesige Viecher), Kuehe -besonders heilige mit einem 5 Fuss der aus dem Ruecken waechst,Sadhus und natuerlich den vielen Bettlern, auch einige Verrueckte (einer der einfach das Getraenk vom Tisch nimmt und trinkt) die an einem Morgen beim Fruehstueck vorbeiziehen. Du hast immer was zu sehen.
Um 15.25 haben wir den Zug nach Haridwar(25 km vor R) genommen. Der Zug war mit fast nur gebildeten, reicheren Indern besetzt. Kurz vor 20 Uhr sind wir auf Hotelsuche gegangen. Waren schon einige Loecher dabei. Zahlen jetzt 500 und 600 Doppel.
Haridwar ist 4 heiligste Ort der Hindus, fast keine Touris sind hier, koennte interessant werden.. Nach einem ausfuehrlichen Spaziergang am Ganges. Ueberall haben Sie sich in dem relativ sauberen Wasser gebadet und geschwommen. (habe mich nur gewaschen, aber meine Brille wollte schwimmen- gerade noch erwischt) Staerkere Stroemung und viel Wasser helfen noch dabei. Angenehme Atmosphaere, nur 7 weisse Touris den ganzen Tag gesehen. Leute sind nett, wieder viele Sadhus, Strassenkinder und Bettler unterwegs. Viele Fotos wurden von uns ‚Goras‘ -(Auslaendern) wieder geschossen. Ohrenputzer waren unterwegs. Ist ein ehrbarer Beruf hier. Lilly hat das schon mal ueber sich ergehen lassen… Einmal und nicht wieder. Er arbeitet mit Watte, Oelen, massiert und vieles mehr.
Kali ist hier eine Hauptgoetter. Riesige Statue, kleine Tempel und ein als  Kali verkleidetes Kind. Heute war noch ein schoene kleine Pusha mit einer Kuh die zwischen Norbert und Lilly durch musste.
Mit Riksha fuer 30 Rupie in Risikesh Laksmanjuli angekommen. Zimmer im Camelguesthouse, egal ob Single oder Douple 300,-Rupie. Direkt am Ganges. Frische Brise weht, aber schoen warm -genau richtig um mal wieder mit der Hand zu waschen. Wenn du hier waschen laesst, ist zwar alles sauber, aber zwischen geruchsneutral- muffig.
Ganges, Sandstrand und viele Ashrams und ihre Anhaenger bevoelkern  den Ort. Bruecken und Ferries ueber den Ganges. Fuer ein paar Tage bleiben wir hier.. Hocken gerade im Hoteleigenem Restaurant direkt am Ganga bei Nacht.

Dharamsala 14 Std d.h. Nachtbus und 900 rupies wo der Dalai Lama meistens lebt ist, leider zu kalt 8-20grad und zu weit weg.

oh mani Padme hum

März 10, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Oh Mani Padme Hum
10.3.2011 = Nepali time 27.11.2067 
 
Bhaktapur. Der erste Schrecken ueber die vielen Autos und Motorraeder, die hier in der Altstadt rumfahren, hat sich schnell wieder in Neugierde und Gefallen aufgeloest. Eintritt war deftig: 1100 Rupie oder 15 Dollar. Die Preise, die vom Staat bestimmt werden, wurden alle im ‚Tourismusjahr‘ um 30 bis 50 % erhoeht. Lt. Lonely Planet war auch kein Permit bis dahin notwendig z.B. fuer den Annapura Circle. Der Staat schoepft nur ab und 50 % des Geldes fließen irgendwo hin – Aussage eines Einheimischen.
Die Zimmer haben 400 R Einzel- und 500 R. Doppelzimmer im Big Bell Guesthouse u. Restaurant gekostet. War eins der billigsten hier. Leider wieder Gemeinschaftsbad, das aber direkt nebenan. Tolle Dusche, lt. Norbert die beste der bisherigen Reise.
Schoene Stubas = Tempel (der Hoechste Nepals), Haeuser und alte Brunnen, die alle aufgrund des jetzt sehr niedrigen Grundwasserspiegels ausgetrocknet sind. Wasser wird hier mit einer Art Pumpe oder/und mit Schlaeuchen einmal oder jeden zweiten Tag hochgepumpt. Die Menschen stehen mit den unterschiedlichsten Wasserbehaeltern Schlange fuer Wasser zum waschen und kochen. Vor 6 Jahren waren die Brunnen noch voll.. 
Wasser wird noch wichtiger als Gold. 
Am Abend sitzen Maenner jeder Altersstufe vor einer Stuba in der wieder mal stromlosen Stadt und machen Musik. Die naechsten 4 Tage, bis wir wieder zurueck muessen, sind schon fast verplant mit Ausfluegen in die naehere Umgebung. Die Local Busfahrt hat 25 Rupie pro Person gekostet und das Abendessen – Pommes und Veg – auf der Strasse 100 Rupie fuer uns drei.
Gestern hatten wir ein etwas teureres Abschiedsabendessen mit Julia und Daniel in der besten Pizzeria Kathmandus Fire and Ice. Zu fünft
2600 Rupie incl. Tax und Servicegebuehr. Gut war’s. Aber das ist ja das Schoene..die Abwechslung.
Sonntag ist hier ein ganz normaler Arbeitstag, Samstag ist hier frei. Dementsprechend sieht auch der ‚Arbeitgeberkalender‘ hier aus. Am Sonntag sind Lilly und ich nur hier im
Ort rumgelaufen, ein paar kleine Andenken erstanden. Norbert hat sich nochmal etwas ausgeruht. Wir haben alle einige Pfund an Gewicht verloren..bei Norbert faellt dies natuerlich mehr ins Gewicht, auch nachdem er erst vor kurzem noch krank war. 
Oh Mani Padme Hum is the meditative sound of Buddhist Chants..hoert man fast immer ..   
Rosenmontag stand dann ein Ausflug nach Dhulikel (50 Rupie Bus) mit seinem Buddha nach 500 Stufen und Kali nach 1000 Stufen auf dem Programm. Zwei Kinderguides, 11 und 12 Jahrenals, sind auf einmal aufgetaucht. Wir haben sie zum Essen und Trinken eingeladen. Lilly wieder .. hat zu den Jungs gesagt, dass wir dann schnell abhauen muessen, da wir kein Geld mehr zum Zahlen der Rechnung haben… der 12 jaehrige hat es mit der Angst zu tun bekommen.. 
Sie haben uns dann noch erzaehlt, dass ein Vater schlaegt und der andere vor ca. 9 Jahren abgehauen ist..waren zwei Ehrliche – erkannte man gleich, sie sagten dass Norbert alt aussieht, eine lange Nase hat (haben ja versucht, Norbert in Kathmandu bei den Alten abzugeben – er wollt ’noch‘ nicht) und dass man mich fast fuer einen Nepali halten koennte..ob das ein Kompliment war??…ausserdem dass von uns Touris immer mehr Geld verlangt wird als von Einheimischen, da man uns fuer sehr reich haelt.“
Gegen Ende zeigten sie uns ihr schoenes an einem Huegel gebautes Dorf und ihre lehmverputzten Haeuser. Oma, Opa und der Junge schlafen in einem Raum, Schwester und Mama schlafen auf der Bastmatte daneben. Tante unten. Oma mit 68, verknittertes Gesicht, aber lange schwarze Haare. Die Oma des anderen Jungen ist knapp an die 100, hoert und sieht fast nichts mehr….aber beide qualmen vor sich hin. Durch Lilly’s Zigaretten haben sich schon viele Gespraeche mit Einheimischen ergeben, z.B. auch Sadhus, Changunarayan / Neva Dorf in den Bergen mit Sonnenbrandwetter.. 
Der aelteste Tempel im Kathmandu-Tal, den wir fast zu Fuss erreicht haben, war den Ausflug wert. Im Innern der Anlage waren Holzschnitzer beim Anfertigen von verschiedensten Masken am Werk. Einer hat einen grossen Drachenkopf gefertigt fuer das naechste Dortfest, 11000 Rupie = 11 Euro. Ein Traum, aber ein Alptraum bezügl. Transport. Das Holz war auch noch sehr nass. Das haette fuer daheim sehr langsames runtertrocknen bedeutet, mit der Gefahr, dass es reisst. Die Anfertigung dauert ca. 1,5 Wo.


Auf dem Rueckweg sind wir in eine heilige Feier (Benefizveranstaltung zum Bau eines Kinderheimes) reingeplatzt, und natuerlich wurden wir herzlich begruesst und zum Essen eingeladen (Norbert hat es geschmeckt). Ich musste tanzen…..Bollywood like..so hat jeder seinen Beitrag geleistet. Lilly war fuer den administrativen Teil verantwortlich und dass wir dort gelandet sind…
Abendessen in Sonny’s Restaurant auf dem Roof Top zu dritt fuer 590 R. Mein erster Salat nach fast 8 Wochen. Eine deutsche Reisegruppe war auch gerade beim Abendessen, 3 Wo. Nepal mit 1 Wo Trecking und Chitwan Nationalpark. Wir haben lieber nicht nach ihrem Reisepreis gefragt…..
Durchschnittlich brauchen wir pro Person ca. 8 bis 10 Euro pro Tag (Übernachtung und Essen).

Am Faschingsdienstag war es richtig heiss, Aschermittwoch dann regnerisch und kalt. Da wir erst am spaeten Nachmittag nach Kathmandu zurueckfahren wollten, haben wir noch einen Abstecher zu Mohan unternommen. Mohan arbeitet fuer ca. 5 Monate in Wiesent (Naehe Regensburg) im Nepalhaus. Die Stuba, die auf der Expo 2000 in Hannover stand, wurde in einem 4 ha grossen Grundstück und mit ca. 3500 Blumen und Pflanzen von der Fam. Wirth in Wiesent von 28 Nepalesen aufgebaut. Hier zeigt Mohan die alte Kunst des Toepferns, wie es noch teilweise in Nepal ueblich ist. Norbert und Lilly haben ihn bei einem Besuch im Nepalhaus kennengelernt, mit einer kleinen Zeichnung und Ortsname und seinem Bild mit Namen haben wir ihn dann nach 2 STD gefunden. Bei einem zweiten Fruehstueck hat er uns die Dvd vom Nepalhaus gezeigt. Nur zu empfehlen! Schoene Zeit ist da ca. um den 15. Mai, wenn der Rododendron (die Nationalblume Nepals) blueht.

Geoeffnet nur Sonntag 13 bis 17 Uhr und Montag 14 – 17 Uhr. Eintritt 5,- €. Viele der typischen Nepal Andenken, aber zu deutschen Preisen. Einfach mal googeln: Tempel u Bluetenzauber Wiesent. Nepalhaus Wiesent – Lohnt sich!! Die Einnahmen kommen der Stiftung „Wasser fuer die Welt“ (die Herr Wirth ins Leben gerufen hat) zugute. Zum Bau von Brunnen, Stauseen und Wasserleitungen. 
„Ich fuehle mich oft wie ein Junge, der einen Stein in den See wirft und sich ueber die Welle im Wasser freut, die er verursacht. Mein Traum ist es, mich mit anderen Steinewerfern zusammenzuschließen, um eine Riesenwelle zu erzeugen, die Armut und Hunger fuer immer wegspuelt“. 
von Heri Wirth
 
Auch das oder die Spendeobjekte wurde noch gefunden. Dieses Mutter-und Kind-Krankenhaus und daneben angegliedert auch ein Altersheim mit ueber 100 Bewohnern wird schon lange von der Nepalhilfe Beilngries unterstuetzt. Beilngries ist der Spender No.1. Bei einem Rundgang haben sie uns alles gezeigt und man hat gesehen, dass das Spendengeld hier sehr gut angelegt ist. Infos unter www.smf.org.np mit Spenderliste.
Gegen 19 Uhr waren wir wieder in unseren alten Zimmern. Auch Julia und Daniel waren noch da. Daniel ist eine Zahnkrone rausgefallen und er wartet auf den Zahnarzt…..der morgen aus Thailand zurueckkommt. Haben hier wohl nur einen Spezialisten, auch fuer die Botschaften zustaendig..
Die letzten Tage in Kathmandu…..bestehen fuer Norbert im Schreiner-Unterricht im Kinderheim. 
‚NAG‘ fuer Strassenkinder bei Nicole. NAG verteilt 2 x die Woche in den Vierteln von Kathmandu warmes Essen an Strassenkinder.. Essen auf Raedern. Heute waren ca. 10 Kinder bei der Essenausgabe. Ein paar von Ihnen haben mich um Essen fuer Ihre Hunde (ein Hund hat 9 Welpen) angebettelt. Hab ihnen Milch und Bisquit gekauft. Man hat so das Gefuehl, das die Kids nur ihre Kameraden, die Hunde und den Klebstoff haben. Einer hat mir zu jedem Land die Hauptstadt aufgezaehlt. Kurze Beschreibung: abgemagert, dicke Staub- und Dreckschicht ueberall, meist Barfuss, zerrissene Klamotten. 
Arm und ausgestossen, aber sie sind die Kids von Thamel, wo die Touris sind und das heisst, das Revier wird verteidigt. Es ist besser als anderswo in Kathmandu auf der Strasse.
 
Lilly und ich verbringen die restlichen Tage mit Einkaufen, Internet und alles verpacken !!! Fuer den am Samstag den 29.11.2067 anstehenden Flug um 14 – 16.20 nach Delhi, und von da aus noch ca. 2 Wochen nach Rishikesh, wo die Beatles bei Bagwan waren. Voll von Ashrams, Yoga und Meditation.
Last Adventure.

   
    

After Treck

März 04, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Pokhara / Kathmandu / Bhaktapur
Guenstiges gutes Fruehstueck in der Sonne am See sitzend genossen. Habe meine Schuhe und Stiefel für 3,50 Euro wieder auf Vordermann bringen lassen. Stiefel hatten einige Schrammen und Loecher. Jetzt sollten sie auf jedenfall bis zur naechsten Reise oder dem Oktoberfest oder beides halten. Sonst sitz ich den ganzen Tag mehr oder weniger in der Sonne, waerme mich und verarzte meine Blasen.

Nach einer 7 Stunden dauernden Tourist / Local / Bus-mit-kaputten-Stossdaempfer-Fahrt bin ich wieder in Kathmandu im alten Zimmer angekommen. War sehr ueberrascht, als Lilly und Norbert im Bett lagen. Krank – erkältet. Lilly gehts schon wieder besser, Norbert laesst die ‚Fluegel‘ noch haengen, er konnte heute den See wenigstens schon sitzend geniessen, auch eine Nepalesische Hochzeit mit lauten Blaesern, bunten Saries usw….
Hoffen auf Samstag. Heute ist Shiva Ratri, ein grosses Fest, auch fuer die Kinder, die hier Holloween like durch die Strassen ziehen und Geld wollen. Auch unter der Busfahrt waren immer wieder kleine Strassensperren (Seil ueber die Strasse gespannt) von Kindern errichtet, die einen Obolus wollen…. 
Heute waren Lilly und ich (Norbert lag) in dem Altenheim, wo Lilly alles klar gemacht hat, was gebraucht wird. Medikamente und Geld. Es ist das einzige Altersheim in ganz Kathmandu .. fuer 230 Menschen. Sie haben keine Familien oder ihre Familien koennen es sich nicht leisten.


Danach waren wir noch in Boudhanath, der buddhistische Tempel!
Norbert geht’s langsam besser. Jutta und Daniel sind auch hier im Guesthouse. Sie reisen ca. 1 Jahr durch verschiedenste Teile Asiens. Total nette coole berliner Sozialarbeiter (im Moment Ex).
Wir haben uns schon in Buddhagaya – Bihar getroffen und sie sind jetzt schon einige Tage hier. Lilly und Norbert haben mir nichts gesagt…die Schlawiner.
Heute noch mal im Altenheim gewesen und die Medikamente und Gehhilfen uebergeben. Geld keins mehr, da noch 2 Projekte in Paktapur anstehen. Heute waren auch noch viele Shadus in Pashputinat, einige waren nach den 3-taegigen Feierlichkeiten noch etwas berauscht..
Hatte etwas Aerger mit so einem Berauschten, ich wollte nicht seinen Blumenkranz umgehaengt bekommen, hat dann rumgeflucht und vor mir ausgespuckt. Hab dann das Gleiche getan.. Diese ‚ scheinheiligen‘ Brueder waren in Massen auch schon vor dem Haupttempel. Norbert hat wieder einiges an Fotos zusammengetragen.
Samstag geht es per Local Bus voraussichtlich nach Bhaktapur. Norbert will dann unsere letzten 2 Tage bei Nicole schreinern.  Die Zeit geht mit großen Schritten hier in Nepal zu Ende.      

Lemon Tee Time in den Bergen

Februar 28, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal


Um 17.15 Uhr bin ich in Ghandruk angekommen. Ich weiß nicht mehr, wieviele Stufen es waren, aber es waren einige 1000 – nach meinem Gefühl. Jetzt weiss ich auch, warum mir eine Ziegenhirtin einen Wanderstecken gegeben hat…mit so einem wissenden Nicken, den brauchst du noch.,,Wunderschöne Ausblicke wurden mir den ganzen Weg über geboten, aber ich hatte teilweise keine Kraft mehr, um Bilder zu machen .. no Sport old men. Eine ungewohnt saubere  Luft hatte ich hier auf ca. 2000 m. Die meisten der Trecker, die hier rumlaufen, haben einen Guide/Träger dabei, die ihnen ihr ganzes Gepäck schleppen. Gandruk ist direkt in die Berge gebaut. Viele kleine Gassen durchziehen den Ort.

Nach Pokhara bin ich um 7.25 Uhr aufgebrochen. Der Busdriver hat nicht kapiert, wohin ich will, deshalb musste ich ca. 5 km zurück laufen. Bin dann eine kurze Strecke auf dem Dach eines Buses mitgefahren. Mir war etwas mulmig auf dem Dach zumute, denn es wurde nicht gerade langsam gefahren und unter mir waren nur enge Strassen mit tiefen Abgrund. War dann erst gegen 11.30 Uhr auf dem Weg. Nachdem ich an 2 unterschiedlichen Checkpoints die Permits zeigen musste, bin ich immer auf den Weg achtend gelaufen und hab versucht, die Strecke zu genießen. Traumhafte Ausblicke, klare Luft und Stille, die nur von den fröhlichen Menschen unterbrochen wird. Ich habe kurz mit einem Gurkha Soldaten gesprochen, der hier im Dauerlauf unterwegs war und bin dann mit 2 nepalesischen Kingfisher(Fluglinie)-Mitarbeitern und einer Amerikanerin die restliche lange Strecke gelaufen. Kurz nach Ortseingang haben wir uns dann getrennt.

Die Leutchen, die hier auf dem Berg leben, haben sich einen Spaß daraus gemacht, dir nicht die Wahrheit über die Strecke zu sagen…nur noch 20 Min, nur noch ein paar Stufen .. diese Richtung…. Wenn du die Menschen siehst, wie sie die Waren in Körben transportieren – alles mit einem Band am Kopf/Stirn fixiert. Auch einen Toten oder Kranken haben sie zu viert die endlosen Stufen auf einer Bare heruntergetragen.
Jetzt bin ich in einer kleinen Unterkunft mit Bergblick – für 100 Rupie pro Nacht. Wir haben Solar am Dach. Ein deutscher Bäcker hat das hier mit aufgebaut – es sind noch Bilder von ihm im Gastraum mit seiner nepalesischen Frau und den Kindern, er lebt nur noch 1 Monat hier pro Jahr. Alles sehr sauber und die Speisekarte ist perfect, alles ist in der Karte – auch die Zimmerpreise und die Verhaltensregeln hier in den Bergen (typisch Deutsch).  Essen und trinken kostet ca. das doppelte bis zum dreifachen zu sonst .. bei der Anreise – mit Eselkaravanen, kein Wunder. Spüre nach der heißen Dusche jeden untrainierten Muskel und vor allem die Schultern vom etwas schweren Gepäck. Ich leib voraussichtlich 2 -3 Nächte, bevor es in das ca. 5 Std entfernte Ghorepani und zum Poonhill geht.
Die Nächte hier sind aufgrund der relativ nahen Berge Annapourna South (7219 m),Hiunchuli (6401 m), Machhapuchhere (6993 m) sehr kalt.
Ich hab mich mit langer Unterwäsche in meinen Schlafsack verkrochen. Abendessen und Trinken bestand nur aus einem Pott heißem Tee und einer warmen Tomatensuppe – 290 Rupien. Frühstueck 2 Eier, heiße Chocolade und Chapati – 230 Rupien. Die Leute sind ausgesprochen nett hier im Hotel Sukura. Kurz vor 7 Uhr geht hier die Sonne über den Bergen vor meinem Fenster auf.
Am 23. Febr. ging es die erste Strecke – heute ist der 24. Februar = mein Namenstag. Bin heute einige Stufen in Gandruk rumgeklettert. Stille und das Flattern der Vögel waren meine Begleiter und natürlich die Hupen (Glocken) der vorbeiziehenden Mulikaravanen. Zwischendurch Menschen bei der Arbeit gesehen, alle haben freundlich gegrüßt und dabei gelächelt. Lächeln ist hier sehr wichtig. Ein kleiner Nepalese ist ganz begeistert von meinem IPod (siehe Foto)..und gibt ihn fast nicht mehr her.
Ich bleibe voraussichtlich noch 2 Nächte. Die Nähe zu den Bergen und das Ausbrechen vom Reisen in den Städten tut gut.
Denke, dass ich jetzt Stufe 3 meines Reisens erreicht habe. Ruhe zu haben, um die Dinge um mich herum zu genießen. Auch mal einen Tag länger bleiben. Man sieht mehr.
Eine Gruppe  Franzosen mit Guide und Sherpas ist eingetroffen. Nun ist es nicht mehr ganz so ruhig. Die Zwischenwände bestehen aus Holz, dementsprechend hörst du jeden Schnarrrrrcher. Die Franzosen sind heute ins ca. 3 Std. entfernte Tadapani weitergezogen. Morgen früh gehts auch für mich weiter. Will relativ früh unterwegs sein und mir ein paar Pausen mehr gönnen. Es dauert ca. 5-6 Std.(stimmt nicht) nach Ghorepani. Strecke soll ein up and down sein. Heute ist es bewölkt (d.h. kalt) und es regnet immer wieder. Habe heute schon einen Sohn gesehen, der seine Mutter sherpalike, denke zu einem Arzt gebracht hat (siehe Bild). Hier wird jeder und alles auf diese Art und Weise transportiert. Bin heute noch dabei gewesen, wie Blätter/Äste per Sichel von den Bäumen geschlagen wurden. Das Futter wurde hier wie üblich transportiert und zu den Büffeln gebracht.
Leider hat es heute angefangen, stärker zu regnen. Mit Verdacht auf Schnee..
Na dann..warten wir ab. Das Guesthouse is fully booked. À lot of english guys with the typical dialect and of course the nepali Sherpas..Bin kurz vor 8 Uhr, nach einer Tomatensuppe, die ich in der Küche mit den Nepalesen zu mir genommen habe, in meinen Schlafsack gekrochen. Das war Tag drei.
Ich habe heute die Rechnung – 1695 Rupie – bezahlt, d.h. + Tag davor insgesamt mit Übernachtung 23 Euro für 3Naechte incl. Essen und trinken.
Tags drauf bin ich um 7.17 Uhr aufgebrochen und um  16.15 Uhr am Ende meiner Kräfte angekommen – im Super View Guesthouse in Ghorepani – fast ganz oben.. Das nächste house heißt noch Top View, das darunter liegende Nice View…. Bin die halbe Strecke mit oder sagen wir hinter einer koreanischen Familie und ihrem Guide gelaufen.. Dann fast nur noch allein, außer 3 Locals, die mich überholt haben. Normalerweise laufen die Touris in die entgegengesetzte Richtung, habe mal kurz gefragt/ soll leichter und schneller sein. Jetzt weiß ich es auch.. Hatte so gegen 11.30 Uhr bis ca. 13 Uhr Regen und Touri Gegenverkehr – ca. 30 Leute, fast immer mit Guide und Porter (ein Ami, der mit Cowboystiefel und Guide unterwegs war und mich vorgewarnt hat, das es etwas rutschig ist..) Sein Weg war fast nur bergab, meiner war beides. Danach sah ich nur noch Einheimische in den Guesthousern, die auf dem Weg waren. Nepalesen sind ein sehr nettes Völkchen. Wenn du allein unterwegs bist, bleiben sie bei dir stehen und reden mit dir und geben Auskunft.  Es sind einige, die von Mustang aus den Bergen kommen und hier für 3 Monate in der Saison arbeiten.  Um mich herum schneebedeckte Gipfel (sehe ich durch 2 riesige Fenster). Ich fühl mich mehr tot als lebendig. Bin außer 5 min Stopps durchgelaufen. Durch Schnee und Eis, rumgerutscht an Wurzeln hochgezogen Berg auf und Berg ab.. Von Gandruck (1930 m) auf Tadapani (2630 m), wieder paar 100 m runter, dann rauf auf Ban Thanti (3180 m) runter und wieder rauf und wieder runter nach Ghorepani (2860 m). Danach nahm ich eine heiße Dusche in einem Blechteil – oben ist die heiße Wasserluft abgezogen und dafür ist die eiskalte Bergluft reingekommen..der Chinese neben mir in der anderen Kabine hat nur gebibbert.  Nach dem Essen und dem obligatorischen Lemontee small pot werde ich mich in meinen Schlafsack einwickeln und dann nur noch schlafen, wenn es in den Sperrholzräumem möglich ist. Alles wackelt, wenn die Leute raufkommen oder runtergehen. Habe mir alles Verfügbare angezogen, zittere immer noch wie Espenlaub..es ist nur kalt hier.
Erinnert mich irgendwie am meine Kindheit, da waren auch nur 2 Zimmer beheizt und hier ist es nur eins..und das ist 2 Stockwerke unter mir. Für 4 Tage haben sie keinen Strom..d.h. es gibt nur Kerzenlicht. Ab 17 Uhr fragen Sie, was du zum Essen möchtest. Um 5.30 Uhr in der Früh gehen die Leute hier zum  Poonhill. Hier ist die beste View auf den Anapurna (8091 m) und den Dhaulagiri (8193 m). Wenn ich mich einigermaßen fühle, laufe ich morgen rauf.
Ja – ich war oben, ca. 35 min rauf, eisig kalt, aber nur genial. Sonnenaufgang und Sterne über den 8000ern, klarer Himmel. traumhaft (siehe Bilder). Bin noch eine Nacht geblieben, die meisten bleiben nur eine hier..dann ca.!!! 6 -8 Std. nur abwärts in das warme Birethanti. Um 7.47 Uhr von Ghorepani nach einem guten Fruehstück aufgebrochen. Es geht wirklich fast nur steil bergab. Slowly slowly.. alter Mann ist kein D-Zug. Entgekommede Sherpas und Maulesel mit 100 von Hünern und allem Möglichen beladen, sind mir entgegengekommen, Alle 1/2 Std. sind hier Guesthouses and Restaurants mit Blick auf den Anapurna. Es wurde noch etwas heiß zum Schluss d.h. um 15.15 Uhr in Birethati. Dann weiter mit 2 Franzosen im Taxi nach Pokhora (17.45 Uhr angekommen) Gleiches Guesthouse – nur mit eigenem Bad für 400 Rupien. Wollte nicht mehr weiterlaufen..hat wirklich gelangt…
2 März ist hier das Sirevathi Fest, wo alle bekifft und besoffen durch die Gegend laufen können und dürfen. Für Touri Frauen in Kathmandu nicht sehr spassig.. Bleib noch einen Tag in Pokhara und dann fahr ich am 2.3. hoffe ohne bekifften Busfahrer aber hoffentlich mit sauberer Wäsche nach Kathmandu.

Ali Baba / Bart ist ab

Februar 20, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Mal in eigener Sache / Bart am Markt abrasieren lassen, fuer 0,85 Euro

Norbert hat es dokumentiert. Der Typ hat voll nach Rauch gerochen.
Am Dienstag 7 Uhr gehts nach Pokora ins Anapurna Gebirge zum trekken, Permit (20 Dollar und 2000 Rupien) und 3 Passbilder brauchte ich dafür. Aber es soll eine ganz einfache Strecke sein. Poonhill (Babytrekk)!!

Namaste ….Nachdem ich mich vorlauefig von Lilly und Norbert verabschiedet und ein paar Kleinigkeiten (Batterien, Speicherkarte) besorgt habe, ging es für 350 Rupien mit dem Bus ins 200 km entfernte Pokhara (Fahrtzeit 6 – 8 Std) Fuer die 7 Uebernachtungen Kathmandu habe ich jetzt 8,40 € bezahlt, im Gurka Guesthouse, nicht weit vom bekannten Kathmandu Guesthouse entfernt. Für Low Budget Reisende zu empfehlen.
 
Bin froh, mal ein paar Tage dem wirklich heftigen Smog des Kathmandu Tales zu entfliehen. Hatte jetzt 2 Tage immer wieder Kopfweh und bin mit Halstuch um den Mund rumgelaufen.
Aber im Verhaeltnis zu Indien ist Nepal wirklich sauber (jeden Tag wird gekehrt), außer der Fluss, der durch Kathmandu fließt. Voll zugemüllt, und auch die Asche der Verbrannten landet unter anderem hier. Grundwasser ist verseucht, auch ein Teil der Einheimischen vermeiden es, das Wasser zu trinken. Fuer uns ist auch der Salat gefaehrlich….gewaschen im Flusswasser. Sehr positiv: Nepalesen sind bei weitem nicht so aufdringlich wie Inder. Sie sind eher der chinesischen statt der indischen Seite zugewandt. Nepal liegt direkt eingequetscht zwischen den beiden grossen Nachbarn. China investiert sehr viel in den korrupten Staat Nepal. Die Einheimischen sagen, der Staat nimmt nur und gibt nichts, siehe Strassen in Kathmandu. Und Indien hat ihnen viel von ihrem Land genommen z.B. Laddak 

Die Spezialeinheit der nepalesischen Armee, die Gurkhas, hat in Kathmandu in der Naehe der old bus station ihre Kaserne. Sie hat schon im I. und II. Weltkrieg unter den Englaendern gekaempft. Ihr Markenzeichen ist das gebogene Messer. Nepal ist sehr stolz auf diese Soldaten. 
Die Armut ist hier auch taeglich zu sehen. Menschen, die direkt auf Muellbergen leben oder viele Lebrakranke, die hier liegend oder sitzend betteln.

Pokhara nach 6.30 Std. erreicht. Habe das Taxi mit 2 Deutschen geteilt, die sich aber relativ schnell verabschiedet haben (sind weitergelaufen). Fast immer das Gleiche auf der Welt – Angst, dass man den Fremden nicht mehr los wird….Fuer 300 Rupies hab ich Room ohne Bad, das sich aber gleich ausserhalb der Tuer befindet, im Peace Nepal Guesthouse, das ich ein bisserl ausserhalb gefunden habe. Gegessen hab ich auch bei einem Cheap Nepalesen Restaurant, 1.20 Essen mit Getraenke. Pizza waere fuer ca. 1.70 bis 2 € zu bekommen. Pokhara besteht nur aus Restaurants, Guesthouses, Buechern, Schmuckshops usw. und Touris. Aber die Sonne scheint ueber den See und ich konnte schon einen beeindruckenden Blick auf das Annapurna Gebirge erhaschen. 
 Traeger und Fuehrer wurden auch schon angeboten. Wenn man mit einem Nepalesen geht, dann kostet ein Teil des Permits nur 10 statt 20 $. 
Ich geh allein.
Morgen frueh gehts los. 
Hoffe, Lilly und Norbert haben einigermassen gutes Wetter in Kathmandu und finden genug grosse Taschen fuer die ganzen Schraenkchen, Bilderchen,Toepfchen und so weiter ….chen. Der Flug nach Delhi ist leider auf 20 kg begrenzt. 80 Euro mit Jet Air.
Jetzt aber bis in ca. 1 Woche. Bleibt gesund.  

Chickentown

Februar 19, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Dakshin Kali (die Blutruenstige) war heute unser Ziel. 4.45 Uhr klingelte der Wecker. 5.30 Uhr waren wir auf dem Weg zur Busstation und um 6 Uhr waren wir im Bus. In unseren Bussen würden ca. 48 Leute sitzen, hier incl. Dachbelegung über 100 + Goeckel und Ziegen, die der Goettin dagebracht werden, und Kartoffeln, Gemuese usw., welches auf dem Markt in der Naehe verkauft wird. Da ich stehen musste und die Nepal Buse etwas niedriger sind (ja es gibt kleinere als mich), hat mein Denkapparat einige Stoesse abgekriegt. Nach ca. 1,5 Std. erreichten wir den Kali Tempel (Hindu). Es gab hier außer den ueblichen Andenken nochmal die gleichen Tiere wie im Bus zu kaufen; die Opfergaben sozusagen zum mitnehmen. McNepal sozusagen. Die Atmosphaere war andaechtig, vergnuegt wegen den vielen Familien (lange Schlangen hatten sich gebildet), die mit hergekommen sind, um ein heiliges Mahl  nach der Opferung zu bekommen. Es wurden nicht nur Tiere geopfert, sondern auch Kokusnuesse (die von einem Priester? auf einen Stein geschlagen wurden, der Saft wurde Kali geopfert. Den Spendern wurde mit roter Farbe und Reiskorn die Stirn gesalbt. 
Jetzt kommen wir zum wirklich sehr blutigen Teil. Die Besitzer brachten ihre Tiere  in einen besonderen Teil der Anlage. Es waren in steingehauene Abbildungen der blutruenstigen Kali angebracht. Vor den Abbildungen stand sozusagen der Schlachter, der allem Gefluegel (eine Ente gesehen) die Kehle durchschnitt und den Ziegen mit dem gleichen Messer den Kopf abtrennte. Das Blut wurde teilweise ueber die Goettin gespritzt. Wir konnten ungehindert Fotos machen, auch wenn in den Reisefuehrern stand, das es nicht erlaubt sei. Es sind einige sehr blutige Bilder entstanden, die ich hier nur ansatzweise zeige. Die Menschen brachten danach ihre toten Tiere gleich zum ‚Metzgerbereich‘, der die Ziege haeutete und das Gefluegel rupfte. Es ging danach groesstenteils in den angrenzenden Park, wo die ganze Familie ein Art Barbeque veranstaltete.
Ein aufregender Tag ging mit Besuch der in der Naehe liegenden budhistischen Tempelanlagen und dem Aufhaengen der Gebetsfahne fuer unsere Lieben und Freunde zu Ende. Chickentown war der Name vom Busfahrer.
Nachdem eine Rueckfahrt mit dem Bus nicht moeglich war, sind wir auf Royal Enfield umgestiegen (siehe Bild mit Verleiher).
Treckingtour ab Dienstag geplant, Funk-und Blogstille…..dann         

Kathmandu

Februar 17, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Die Nacht und der erste Morgen mit Gewitter und Regen nach der schoen(en) beschwerlichen Anfahrt. Das sind meine ersten Regentropfen seit ….?
Strom ist hier in Kathmandu meist nur begrenzt bis ca. 17 Uhr + irgendwann in der Nacht. Die meisten Geschaefte erhalten ihr Licht danach ueber Generatoren oder ueber Kerzen oder sie schließen die Buden.
Heute war ein stromfreundlicher Regentag. Erklaerung: nur Regen den ganzen Tag, aber die Wasserspeicher, die fuer die Wasserkraft = Strom zustaendig sind, sind wieder voll. 

Der Tag wurde fast (Butterbreze bei einem deutschen Baecker) nur vor dem PC verbracht. Bilder laden, Berichte und Emails beantworten. Leider auch mit der Erkenntnis, das sowohl bei Norbert als auch bei mir, aufgrund Speicherkartemproblemen, Bilder von Alahabad, Varanasi und Bodgaya nicht oder nur teilweise vorhanden oder beschaedigt sind. Vielleicht besteht noch die Moeglichkeit, einige Bilder daheim mit speziellen Programmen zu retten.
Dann haben Norbert und ich die noch vorhandenen Bilder im Internetcafe auf dem Desktop gesichert (wollten uns eine DVD brennen lassen) und sortiert, auch fuer den Blog – 1 Std Arbeit,  dann machts ‚PENG‘ – Strom weg und damit auch alles vom Desktop geloescht….
Wir machen morgen weiter und hoffen auf gutes Wetter. Flug nach Delhi fuer den 12. Februar gebucht. 
Nach den teuren vegetarischen Pizzas heute wieder indisch. Alumuter und cheese nan und Zitronentee und Pepsi fuer ca. 1.20 € pro Person. Hatten aber am Nachmittag schon eine warme Suppe und Zitronentee fuer 0,85 Euro. Es ist nur 2 Strassen vom Tamel enfernt, schon viel viel billiger.
Nach Regen folgt Sonne, und genau so war es. Tolle Fernsicht auf das Himalayagebirge, schneebedeckte Gipfel und blauer Himmel. Sehr selten, dieser Anblick. Kathmandu liegt normalerweise immer unter einer dicken Smogsicht, aber der Regen hat fuer saubere Luft gesorgt.
Der Koenigsplatz hat sich von seinen besten Seiten gezeigt. Eintritt war 300 Rupien  und fuer die weiteren Tage mussten wir uns eine Art Ausweis in einem anderen Buero besorgen (Pass und extra Lichtbild wurde benoetigt). 
Lilly hat koenigliche Affenboller auf die Muetze bekommen, unbeschadet ueberlebt.. Viele Traeger hatten es da schwerer.. Einer hat gleich ein ganzes Buero am Buckel gehabt, eine Fahrradrikscha ist zusammengebrochen unter der Last vieler Saecke. 
Zum Abschluss sind wir noch zum Affenberg – Swayambuh? gelaufen und viele Stufen geklettert. Gebetsfahnen und die goldene Spitze haben uns den Weg gezeigt, Affen und Raubvoegel ueberall. Tempel, Moenche, Boen Masken und traditioneller tibetischer Schmuck. In einen Tempel hat vor 2 Tagen der Blitz eingeschlagen. Er ist mit ein paar Schnueren abgesperrt..
Tolle Bilder sind entstanden.


Kathmandu by night. Viele Kinder sind bettelnd in der Nacht unterwegs. Sie sammeln alles Verwertbare von der Strasse und viele schnueffeln dabei Klebstoff. Lilly und Norbert bringen einen Teil ihrer Spenden hier her. Die Schweizerin Nicole holt hier Kinder von der Strasse. Sie bringt ihnen Essen und schaut, dass sie in die Schule gehen. Meine Erfahrung von heute Abend zeigt mir, dass dies der bessere Weg ist, als einzeln etwas zu geben. Hab heute 2 Strassenkindern etwas in der Baeckerei ab 20.30 Uhr zum 1/2 Preis gekauft und schon kam der Naechste. Hab ihm nichts gegeben. Hat dann nach mir andeutungsweise geschlagen. Auch viele Schmarotzer sind unterwegs, es faengt mit einer Zigarette an, geht bis zum Busticket zum krankem Opa, bis zum Vater, der auch Strassenkinder betreut und Unterstuetzung braucht – sind dann traurig, das man ihnen nichts gibt – Lilly und Norbert hatten sooo was heute.
Pashputinath? Der zweitheiligste Ort der Hindus. Verbrennungszeremonien und Sahdus ueberall. Als wir angekommen sind, wurde gerade eine aeltere Dame zum sterben hierhergebracht. Direkt am Burningghat ist ein Sterbehaus, so aehnlich wie in Varanasi. Wir duerfen hier alles fotografieren, auch den Sahdu, der sich nicht hinsetzt oder hinlegt seit mehr als 20 Jahren. Er haengt in einer Art Schaukel. Wir konnten nur ein Bein sehen, dick geschwollen – voll Wasser, oder ein Sadhu, der sich in alle Richtungen verbiegen kann und einen Big Joint nach dem anderen raucht.
Der Eintritt war 500 Rupies fuer uns Auslaender. Ein Teil der Tempelanlage ist nur fuer Hindus reserviert. Ein Mann ohne Beine ist hier auf den Haenden vorbeigelaufen. Wieder viele Affen, die hier Chai trinken und Sch… machen.
Jeder Tag ist ein Highlight, unbeschreiblich faszinierende Erfahrungen. Wir haben auch noch ein Altersheim besucht. Traurige und lachende, vom Leben gezeichnete Gesichter, sie leben in der Naehe der Tempelanlage in einer Art Kloster.
Morgen 5 Uhr steht das Kalifest an. Mit Opfern, die der Goettin Kali geopfert werden…
           

Mit Fahrradrikscha über die Grenze oder die Nacht in der Bahnhofshalle

Februar 15, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Wir sind um 23.20 Uhr in Rauxal angekommen. Es war eine relativ angenehme Zugfahrt – nicht viele Menschen an Board – Ghosttrain like.
Aber der Bahnhof war voll von Leuten, die hier auf die Weiterfahrt am nächsten Tag warteten. Sie lagen oder saßen hauptsächlich am Boden. Farmer verkauften (verleihten) für 10 Rupien eine Bastmatte. Rikschafahrer wollten uns schon in das nächste Hotel bringen, mit dem Hinweis „Foreign not alowed“. Nach kurzer Beratung haben wir uns entschieden, vor einem geschlossene Bahnschalter die paar Stunden am Boden zu schlafen – unsere grossen Rucksäcke gut verstaut und die kleinen als Kopfkissen hergenommen – Bastmatten auf den Boden gelegt und Schlafsäcke drauf. Der ganze Wartesaal hat uns zugeschaut.
War zwar etwas hart, hell und laut, aber wir haben es überlebt, inclusive der jeden unserer Atemzüge beäugenden Inder und der vielen Mosquitos.
Allein hätte es keiner von uns gewagt, aber als Gemeinschaft war es ok. Die Nacht „im gefährlichsten Bundesstaat von Indien“.
Um kurz vor 5 Uhr wurden alle vor den Schaltern Liegenden geweckt. Nachdem alles wieder verstaut und ein Chai getrunken war, ging es in der Dunkelheit per Fahrradrikschas zur Grenze. Wir waren die ersten Touris. Nach uns kamen einige Busse. Wir wissen nicht genau, warum der Grenzer in seiner Bruchbude  mit Stromausfall jedem von uns 100 indische Rupien für die Ausreise abgeknöpft hat, aber recht aufregen wollten wir uns auch nicht… Einreise in Nepal war unproblematisch, wurden nur nach Bagsisch gefragt, aber nichts von uns bekommen. Zeitunterschied ist 15 Min zu Indien / 4 Std.45 zu Deutschland.
Die 2 Rikschafahrer haben uns erst mal zu einer Busagentur gebracht, wo wir von allen Seiten, normal für Indien, bestürmt wurden. Nach mehrmaligem Verneinen ging es dann endlich zum vereinbarten Ziel Busbahnhof. Auch wieder eine schreiende Meute um uns rum. Kurze Diskussion, schon saßen wir im richtigen, aber klapprigen, bald vollbesetzten Bus für 100 indische Rupien pro Person.
Nach unserer Ankunft haben wir relativ schnell ein grosses 3-Bett- Zimmer gefunden für 700 nepalesische Rupien = 450 indische Rupien, pro Person ca. 2,50 € pro Nacht. Wasser wird hier am Ofen heißgemacht.
Lilly und Norbert besuchen hier im Tarra (tropischer Grünguertel vor dem ca. 6 Std. entfernten Kathmandu) ihr Patenkind. Sie lebt hier in der Umgebung in einem kleinen Dorf. Die Organisation „Plan Nepal“ (sie betreuen ca. 6700 Kinder, 75 % Mädchen, darauf richtet sich ihr Hauptaugenmerk) hat uns am Abend noch im Hotel besucht und zum Essen (leider wie am Vormittag und am Tag danach) eingeladen. In Nepal und Indien (Hindu Hauptreligion) ist es so: hat man 3 Jungs, ist man reich – hat man 3 Maedchen, ist man arm…..liegt an der Mitgift (die sich nach Arbeitskraft, Bildungsstand, Aussehen nur bedingt richtet). Plan versucht langsam, die Tradition zu durchbrechen, dass die Mädchen schon mit 11 Jahren verheiratet werden…..
Valentinsmontag hatten wir ein straffes Programm mit Besuch des Patenkindes Sobha zu durchlaufen.
Aber es war auch ein sehr interessantes. Die Organisation „Plan Nepal“(sie ist in der ganzen Welt vertreten) zeigte uns einige Eckpunkte und Projekte ihrer vielfältigen Arbeit.
Im Dorf von Sabha wurden wir wie Könige von Deutschland empfangen – mit nepalesischer Blasmusik, Begrüssung durch den Ortsvorsteher, mit Umhängen von Blumenkränzen und Salbung unserer Stirn mit roter Farbe – dies wiederholte sich noch 2 Mal an anderer Stelle. Im ganzen Dorf zeigten sie uns verschiedene Tänze und Gesänge von Bollywood-Filmen. Und die Nationalhyme von Nepal wurde vorgetragen von 4 Mädels. Auch wir wurden eingeladen, etwas zu singen oder zu tanzen, haben wir dankend abgelehnt.

Wir konnten uns ein Bild vom Zuhause von Sobha Sah machen. Ärmlichste Verhältnisse, 2 Zimmer mit Lehmboden, in denen sie zu acht oder zu zehnt leben. In der Mitte befindet sich eine Kochstelle. Die Familie ist so arm, weil sie eine Herz-Operation für einen ihrer Söhne (haben drei Söhne und eine Tochter) bezahlen mussten. Wurde finanziert durch die Bank. Der Vater hat feste Arbeit nur für 3 Monate im Jahr in der Zuckerrohrverarbeitung, die restliche Zeit lebt die Familie von der Landwirtschaft, wie 80 % der Nepalesen. Landwirtschaft ist hier Anbau von Zuckerrohr, Kartoffeln, Reis, Raps und Getreide und Viehwirtschaft ( Brennstoffbrickets aus Kuhdung).
Die Familie war trotz der Armut überaus liebenswürdig und zuvorkommend.
Wir haben insgesamt mehrere Schulen, einen Kindergarten, eine Veranstaltung für Menschen mit Einschränkung und einen Aufklärungsunterricht für Mädchen besucht. Bei dem Unterricht werden sie auf das Leben als Frau, und die Gefahren (Aids, Verleitung zur Prostitution usw.) vorbereitet.
Eine interessante Frage wurde uns gestellt, ob in Deutschland die Männer auch soviel trinken und dann ihre Frauen schlagen…..ein Problem in diesem armen Land…. wo die Frauen die Hauptarbeit leisten, sie fahren die Ochsen- und Pferdewagen für den Transport von Heu, sind fürs Getreide zustaendig und vieles mehr.
Es war nicht nur eine Reise zu neuen Kulturen, sondern auch eine Zeitreise nach Deutschland in die Zeit meiner Eltern, Grosseltern vor der Industrialisierung.
Am Abend dann noch ein Besuch bei einem Fussballtraining für junge Mädchen. Bobal Nepal, ein Leader von Plan, hat mich auf dem Motarrad ohne Helm mitgenommen…. Hab dann ein paar Bälle aufs Tor gekickt, bevor es dunkel geworden ist. Handsome..


Morgen geht es um 8 Uhr, es wurde 9.15 Uhr, in einem Minibus für Nepalesische Rupien 425 = 4.20 €, nach Kathmandu.
Es war eine deutsche Einbahnstrasse und einer der schlimmsten Feldwege zusammen, nur wurde sie beidseitig befahren. Gegen 15 Uhr erreichten wir bei Nieselregen Kathmandu.
Nach einer teuren Taxifahrt 250 = 2.50, sind wir in der Einkaufsstrasse angekommen. Wir haben nach 2 Nächten zu dritt im Zimmer in einem Chinesenguesthouse 2 Zimmer ohne Bad gefunden. Etagenbad, Einzelzimmer 1.20 €, Doppelzimmer 2.50 €. Ab 17 Uhr kein Licht.
Dafuer kostet die Pizza mit Getränken 7,- €.
Tamel voll Tourisshops, kompletter Gegensatz zu unserer bisherigen Reise.