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Artikel der Kategorie ‘Indien’

Incredible India

Januar 28, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

The cowe and I (siehe Bild)
Affenjagd auf Indisch!
Mitten unter dem Abendessen sind einige Affen über die Daecher ins Restaurant gekommen. Die Besitzer des Restaurants sprangen ganz nervoes umeinander, besonders nachdem ein Affe auf unseren Tisch gesprungen ist und sich Norberts Cola schon gekrallt hatte. Im letzten Moment hat sie Norbert noch festhalten koennen, einige Tropfen sind dann auf die Speisekarte gelaufen und vom Affen sofort aufgeschleckt worden. Nach viel Gezeter hat der Besitzer schwere Geschuetze aufgefahren, hat ohne Vorwarnung am Nebentisch einige Kracher angezuendet, Aldi Kanonenschlag x 2 . Uns haben die Ohren geklingelt!! Noch 3mal hat es gekracht und schon hatte sich das Affenproblem erledigt….auf indische Art gelöst…..mit einem Laecheln und ’no problem‘.
An diesem Tag haben wir auch Ute, eine 68 jaehrige Backpackerin und Rentnerin aus Hamburg kennengelernt. Sie reist allein mit Rucksack durch Indien. Sie wollte in Kalkutta im „Mutter Teresa Orden“ mitarbeiten. Leider war sie einen Tag zu spät dran für die Einweisung vor Ort, und weil sie nicht 1 Woche in der Kaelte und der Enge warten wollte, ist sie weitergezogen. Sie war schon vor 28 Jahren hier, hat mehr als 100 Tauchgänge überall auf der Welt und hat noch den Traum, in Galapagos zu tauchen…..
 Lilly hat erzählt, dass sie schon öfter ältere Travler in Asien getroffen haben. Meist Frauen, auch einige Männer wie z.B. einen 83 jährigen Greis, der tattrig mit Stock gelaufen ist, aber von Burma auf dem Landweg über Bangladesh, Afganistan, Pakistan und Indien usw. nach Stuttgart wollte. Mit  Rucksack innerhalb 7 Monaten per Anhalter!!!! Älteren Menschen wird im asiatischen Raum immer geholfen…..also, dann muss ich mich wohl korrigieren, es ist sehr wohl möglich, das Reisen im Alter mit dem Rucksack, vorausgesetzt, die Gesundheit spielt mit, man sucht sich das richtige Land…… und man war frueher auch schon viel unterwegs und hat sich das zugetraut.
Wir haben heute unsere Weiterreise im Nachtzug 23 Uhr bis 6 Uhr für Sonntag auf Montag von Khajuraho nach Allahabad gebucht.
Jetzt muessen wir nur noch schauen, wie wir nach Khajuraho kommen! Zur Auswahl steht entweder ein ueberfuellter Publictrain für 176 km in ca. 7 bis 9 oder 10 Std. oder ein ueberfuellter Publicbus, ca. geschaetzte 5 Std. ohne Toiletten und sehr wenig!!! Platz. Teilweise sitzen sie auf dem Dach.
Tickets alle weniger als 1 Dollar….ja da faellt die Entscheidung schwer :-)(.
Auch die Tuktuks sind etwas ueberfuellter …wir wuerden sagen maximal 6 passen rein, hier sind es 16 bis 20. 
Hier ist gerade eine Hochzeit mit Feuerwerk und Party die ganze Nacht, fuer mich heisst das wohl Ohrenstoepsel….
„Freilufttoilette Indien“ muesste wohl  mein naechster Beitrag heissen…..wenn du da in der Frueh unterwegs bist, dann siehst du mehr nackte A…. als im Playboy oder Playgirl, das heisst aber nicht, dass sie dafür geeignet waeren!!
 Sie hocken rum und sch….., du hast teilweise Probleme, gerade zu gehen, ein Auge sollte immer auf den Boden achten – entweder Hund, Kuh oder …. Sch……
Die linke Hand gilt hier ja als unrein, denn mit der wird hier P….. geputzt und mit etwas Wasser gereinigt, meistens.
Aber jeder Koch, Baecker usw. braucht beide Haende zur Arbeit……
Brennstoff aus Kuh- oder Bueffelscheisse wird hier von den Frauen mit den Haenden zu Fladen geformt und in der Sonne getrocknet, auch eine Art Baecker…..
Milch wird hier direkt nach dem Melken gleich in die Kanne oder in alte Pepsiflaschen gefuellt und zu den Cafes  gebracht. Hygienisch……
Haendchenhalten, Kuessen oder Umarmen nicht erlaubt. Es gilt als eine sexuelle Handlung.
„Indien“ that is the No Problem Country…… sometimes.

Der letzte Tag hier in Orcha. Nette Leute kennengelernt, viele Eindruecke von unterschiedlichsten Menschen, (Schein)heiligen und vielen Tieren incl. eines vorbeilaufenden Elefanten, Sehenswuerdigkeiten wie Burgen und unterschiedlichsten Tempeln.


Von der Terrasse unseres favorite Restaurants ist eine Kuh auf alle Leute, die zu nah an ihr vorbeigingen, losgegangen. Auf Nachfrage erklaerten uns die Menschen, dass ein Hund sie gebissen hat und sie innerhalb von 3 Tagen an Tollwut sterben wird. Da sie hier kein Kuh töten duerfen, warten sie, bis sie stirbt. Gerade wurde die Kuh an einen Baum gebunden…..
Voraussichlich testen wir Samstag Frueh 7.30 Uhr den vollbesetzten Zug…..den Tigerpark werde ich voraussichtlich auslassen, weil die Wahrscheinlichkeit mehr als gering ist, welche zu sehen…..und weil es mehr als teuer ist.

Viel Spass den Donauschwimmern in Neuburg speziell  Kerstin und Jasmin (passt auf euch auf)   

Ali Baba in Orcha

Januar 26, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Agra – Orcha mit dem Zug  
Meine erste Zugfahrt II. Klasse Schlafwagen in Indien. Laut und zugig. Groesster Arbeitgeber Indiens. Die Zuege haben vergitterte Fenster, damit die Menschen nicht reinspringen koennen..alles a bisserl anders hier.
Am Bahnhof in Agra hat ein Mann seine Frau, die ein Kind auf dem Arm hatte, geschlagen. Die Inder sind dazwischen gegangen, aber die Frau wollte das nicht..Angst vor ihrem Ehemann und der Schwiegermutter. Als Frau geboren zu sein in muslimischen Laendern ist wohl sehr hart.
Wir bleiben jetzt hier in Orcha, ein Ort mit einer Burg, die fuer eine Nacht gebaut wurde, und seinen Tempeln mit unbekannter Bedeutung. Wir bleiben fuer einige Tage. Lt. Lili und Norbert war es vor einigen Jahren noch beschaulich. Das hat sich geaendert, Touristen kommen meist nur fuer Tagesausfluege hierher und schon sind Restaurants, Hotels und Geschaefte aus dem Boden geschossen. Sahdus – Bettelmoenche ueberall. Toll zum Ansehen, alle sehen unterschiedlich aus, je nachdem, welchem Gott sie geweiht sind.
Unser Guesthouse, meist Kategorie 2 bis  3 (6 ist das beste), kostet pro Nacht fuer die Beiden 400 Rupien (6,50 Euro), fuer mich allein ein Doppelzimmer 300 Rupien (5 Euro). Delhi und Agra waren teurer, ca. 8 Euro. Rikscha kostet je nach Strecke und je nach Anzahl Mitreisender. Essen in lokalen Restaurants mit Getraenk 1,50 Euro. Wir essen nur vegetarisch hier und trinken keine Milch und keine offenen Getraenke. Hygienisch .. nach unserem Standard meist nicht.. Jeden Tag eine Cola und Zaehneputzen mit Mineralwasser.
Geplanter Reiseverlauf:
Voraussichtlich sind wir in einer Woche in Varanasi ( wo wir nicht wissen, wie es mit Duschen ausschaut und Waesche waschen lieber auch nicht, Ganges-Wasser!!)
Mitte Februar wollen wir in Katmandu in Nepal fuer ca. einen Monat sein.
Ali Baba nennen mich hier die Strassenkinder wegen meines weißen Ziegenbarts, meine Che-Muetze wollten sie auch schon oefter haben.
Haben heute eine laute Nacht hinter uns, in der Naehe des Tempels wird 24 Std lang gesungen. Kann ganz schoen nervig sein. Haben alte Tempel angeschaut, die von der Landbevoelkerung als Unterkunft benutzt werden. 


Ausserdem ein Geierpaerchen gesichtet. Vor einigen Jahren waren hier noch total viele und jetzt gibt es fast keine mehr. Lt. Norbert vertragen die Geier Antibiotika nicht, welches die Schaefer ihren Tieren bei Krankheit geben. Es zerfrisst ihre Maegen. Toll das wir noch welche gesehen haben!    

Taj Mahal – Agra

Januar 24, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Delhi – Agra

Nach einer Nacht und einen Tag New Delhi mit einigen Sehenswürdigkeiten, aber vielen Eindrücken der Menschen,  hat sich eine Mitfahrgelegenheit nach Agra = Taj Mahal und Red Fort gefunden.
Nach dem beeindruckenden Taj Mahal (eins der neuen 7 Weltwunder – alle 4 Seiten schauen gleich aus) und dem Roten Fort, habe ich die erste Nacht in einem Hotel (ohne fließend heißem Wasser, das bringen sie in Eimern und Kelle) in der Nähe des Taj Mahal fast durchgeschlafen (Jetlag 4Std weniger in Buenos Aires – 4,5 Std mehr in Indien).
Leider war es zu bewölkt, um den Sonnenaufgang am Taj Mahal zu sehen. Jeden Tag ist es warm, die Nächte sind kalt. Hier gibt es sehr viele Affen, die über die Häuserdächer gesprungen sind.
Über Indien ist sehr viel geschrieben und gesagt worden – man liebt oder man hasst es … Ich bin noch nicht ganz angekommen, um mir ein Urteil bilden zu können. Toll sind die netten Menschen und die lachenden Kinder, die unbedingt auf ein Foto von dir wollen oder ein Foto mit dir haben wollen. Toll auch die vielen Tempel – ganz anders, als man es kennt. Alles ist bunt. Man sieht traditionelle Kleidung und westliche Kleidung gemischt, Hindus und Moslems, Reich – Arm. Eine Männergesellschaft.

Manches ist nicht so positiv: arme alte und junge Menschen überall, aufdringliche Verkäufer, Tuktuk oder Taxifahrer, die dich nur nach eindringlichem Bitten da hin bringen, wo du auch hin willst (bekommen Kommission von Hotels und Restaurants). Touris, die das vielfache mehr als die Einheimischen bezahlen müssen (zum Taj Mahal zahlen Locals 20 Rupien – Touris 750 Rupien ( 100 = ca. 2 Dollar)) , alles ist dreckig, heilige Kühe mit Narrenfreiheit, Büffel (dürfen gegessen werden), Schweine und frei laufende Hunde überall.  Man sieht Kinderarmut und -arbeit. Sehr viel Verkehr (Linksverkehr und laut hupend kommen dir allerlei Vehikel entgegen) Es gibt fast keine Gehsteige, so dass entspannendes Gehen nicht möglich ist.

Ich bin froh, dass ich vorher in Südamerika war, sonst wäre der Kulturschock schon recht heftig gewesen.
Nun warte ich jetzt auf Lili und Norbert und dann geht die Reise irgendwohin weiter -Varanasi wird heftiger..

Nachdem Lili und Norbert eingetroffen sind, sind wir erstmal was essen gegangen und dann aufgebrochen zu einem Rundgang mit Rückseite Taj Mahal.

Durch Norberts Hatnäckigkeit sind wir noch auf dem Verbrennungsplatz in Agra gelandet.  Es war schon Nacht und es war ein Gänsehautanblick. Ca. 10 – 12 Feuerstellen mit Leichen, die verbrannt wurden oder gerade gebrannt haben .. teilweise konnte man noch Schädel im Feuer sehen. Die Locals hatten kein Problem mit uns. Es wird nur noch die sterbliche Hülle verbrannt. Die Asche wird dann am nächsten Morgen ins Wasser geworfen. Kühe und Hunde liegen neben oder auf der Asche. Gleichzeitig wurde daneben eine Hochzeit gefeiert ..  Ja, das ist Indien.

Wir sind dann nochmal an den Platz gelaufen, weil wir einem deutschsprechenden kanadischem (eigentlich in Californien lebenden) Matheprofessor, der jetzt in Aegypten unterrichtet und mit einer Inderin zusammenlebt, den Platz zeigen wollten … seine Eltern waren/sind Deutsche.

Heute hatten wir nochmal eine 30 km Fahrt mit wahnsinnig viel Verkehr und Gefährten (Auto) mit allerlei Beladen. Büffel und Kühe, die vor dir herlaufen, richtig heftig.

Delhi

Januar 21, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Delhi at 4 am

Nach einem 6-tägigen Besuch zu Hause bin ich nun auf dem Weg in ein mir völlig fremdes Land- Indien. Entweder man liebt oder man hasst es..

Der Flug mit Turkyse Airlines war eine sehr positive Überraschung für mich. Alles einwandfrei (Essen, Betreung) auch das Warten in Istanbul. Leider hat der Free Airport Pick Up nicht geklappt.
Bin dann mit einem black yellow Taxi (330 Rupien 25 % Nachtzuschlag) gleich in  mein Hostel mit dem tollen Namen ‚Nirvana‘ gefahren.. 8 Bett Dorm. Nach einer etwas längeren Suche meines Chauffeurs (wollte mir nicht glauben, dass er da hätte reinfahren sollen.,) ist er dann gleich laut geworden.. Ok. Don’t worry Sir.. Yes. Die ersten Stunden durfte ich in einem Singleroom verbringen, bevor ich um 11 Uhr umziehen konnte.


Hab das Frühgebet nach Mekka schon hinter mir..war auch dementsprechend laut, wie auch das Hostel und die Gespräche der Bewohner … und nach mehr als 24 STD ohne Schlaf!?