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Artikel der Kategorie ‘Indien’

Gute Reise, Guter Weg with heart and soul

März 28, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Letzter Eintrag aus dem Land, das Man oder Frau entweder liebt oder hasst(nicht mag) 
Gehoere eher zur ersten Fraktion.
 Bei allem Gesehenem und Erlebten war es bis jetzt das Land, das mir am meisten an Empfindungen und Eindruecken gegeben hat. Viele Traeume. Viele Gerueche und viel Musik und viel gelernt, was wirklich wichtig ist!!
 Wiedersehen Inschala ja. Vielleicht schon Ende des Jahres. Sri Lanka und der Sueden Indiens mit Humpi und Kerala wurden uns von allen Seiten waermsten empfohlen. 
Gute Reise, guten Weg das war/ist und bleibt mein Wunsch.

 Frage von Angele:
Wo koennt ich mir vorstellen zu bleiben: hab noch nicht so viel gesehen, aber Laxman Jhula mit all seiner Energie, Freundlichkeit,Spirit mit Mutter Ganga, mit all den bunt gemischten Menschen jeder Altersklasse und dem Klima bis Mitte April, waere etwas wo ich laenger bleiben koennte.
 Zimmerpreis Gesamt fuer 12 Tage 3600 Rupien = 60€. Und Essen und Trinken pro Tag ca. Maximal 6-7 Euro. 

Ein Hollaender hat hier im Guesthouse Camal vor 16 Jahren ein Zimmer gekauft, das er und seine Familie jedes Jahr zwischen 6 Wo und einem 1/2 Jahr bewohnen. 
Die restliche Zeit wird es vermietet. Waere vielleicht jetzt mit ‚meinen jungen Jahre‘ auch was fuer mich.
 (eine Reisende die etwas weiter unten wohnt hatte ploetzlich einen kleinen Skorpion im Zimmer  
– Haustierfreundliche Umgebung)


Die Strassen vorm Guesthouse sind voll von Kuehen, die gekrault werden wollen  und von Hunden, die manch ein Konzert in der Nacht veranstalten.
Die letzten Tage vergingen wie im
Flug. Hab einen Geburtstagskuchen und unter anderem eine Nandi von Lilly und Norbert bekommen. Voll die Ueberraschung nach einer fruehmorgentlichen Yogastunde und einem einsamen Bad im Mutter Ganga um 9 Uhr. Die Beiden + einige andere Gaeste von ueberall her haben ein Happy Birthday getraellert. Sogar der Guesthouse Boss und der Chef haben ein gesungenes indisches 
Alles Gute … vom
Stapel gelassen. Hat mich sehr gefreut. Danach Powershopping und nochmal Yoga und Abendessen und schon war es  wieder vorbei.
Bis zur Abfahrt noch 2 mal Prembaba mit all seiner Energie, Liebe fuer die Menschen und der Musik. Katalisha Yoga incl. 10 min Kopfstand; 
und Rafting fuer 400 Rupie mit Lilly (sie hat ihre Premiere gut gemeistert und sie hat ‚kaltes‘ Ganga Wasser abgekriegt!!)  
Landschaftlich sehr schoen incl. der einzelnen abgelegenen Ashrams (ein Osho Ashram) A bisserl auf und ab. Ein
Boot ist gekentert. Nichts passiert. 

Montag:
6.20 Im Ganga Baden
7.00 1 Fruehstueck
8.00 Qi Gong
9.30 Chi and Pancake und packen
10.30 Prembaba
13.00 auf dem Weg nach Haridwar
 ca. 15.25 geht von dort unser Zug nach Delhi. 
Gleiches Guesthouse ist wieder reserviert. 
Es sind einige kleinere ? Unruhen hier in Indien, Maoisten blockieren Zugstrecken und die Farmer blockieren Strassen.
 Beispiel: Das erste Reisebuero: Zuege sind alle voll und lange Warteliste. Taxi komplett 3200 Rupies ca. 50 Euro oder Nachtbus je ca. 400 Rupien 8 Std. Anderes Reisebuero, ausreichend Plaetze in 2 Klasse Sleeper frei fuer je 250 Rupien Fahrtzeit ca. 6 Std. Typisch Indien, immer nochmal woanders fragen..besonders, wenn du immer mit ‚ I tell you my friend‘ angesprochen wirst… 
Am letzten Abend war nochmal eine kleine geile Musiksession auf dem Roof vom Top Hill Hotel. Hippiemusik und Mantras.  
(Kleine Anmerkung Bungie Jumping aus 300 m Hoehe kostet hier ca. 50 Euro) lt.Prembaba, der aber auch sagt das ganze Leben ist wie Bungie/Adventure.

Wer Interesse an einem Schweigeashram in Indien und Europa hat, hier eine empfohlene Internetseite von Sebastian aus Schweden    Www.dhamma.Org
Oder eine Kommune von spirituellen Menschen in Columbien naehe der ecuadorischen Grenze.   ‚Atlantida‘   bitte googeln!! Empfohlen von Jonathan und Christina aus ’noch‘ Barcelona. Leben durch mitarbeiten. Oder auch in Big Island (Hawaii) + natuerlich in Brasilien moeglich.
 
Ich habe vieles aus meinen eigenen Empfindungen heraus geschrieben.
 Viele Erklaerungen mit dem ‚Warum‘ findet man in dem Buch Kulturschock ‚ Indien‘ – andere Laender andere Sitten (gegen Ende des Indien Aufenthalts gelesen) 
 
Unter Anderem: Indische Heiratsannoncen -‚VV‘ bedeutet vegeterian virgin = vegetarische Jungfrau oder ‚Hunchbacked widower looking for deformed spinster‘ – Buckliger Witwer sucht verkrueppelte alte Jungfer! Ehrliche Anzeigen!

Danke an Lilly und Norbert, allen Unkenrufen zum Trotz haben wir es gut wuerde sogar sagen sehr gut miteinander ausgehalten. Hat Spass gemacht. Auch dank ihrer Tips nicht krank geworden.   
Ihr Vortrag ueber unsere Reise bei der VHS in ND voraussichtlich im Oktober. 

 Die Beiden fliegen am 31. Maerz mit einem Transportflugzeug heim und werden von einem Sattelzug abgeholt… 🙂 hoffe bei mir langt am 1.April (kein Scherz) ein leerer Kofferraum..
  

Prembaba, Holli und Beatles

März 22, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

 
Fast jeden Tag um 10.30 bin ich fuer ca. zwei Std.  im Ashram, mit vielen ‚Glaeubigen‘, die bei meditativer Musik ihrem Baba lauschen. Spirituelle Atmosphere bei dem brasilanischen Prembaba, der seit 7 Jahren hierher kommt und jedes Jahr mehr Leute um sich schart. Seine ‚Predigt‘, die ins Englische uebersetzt und von schoener Musik begleitet wird, ist orientiert an den Problemen und Sorgen der Menschen und er versucht geistige Tueren (andere Blickwinkel) zu eroeffnen..manchmal spricht es dich mehr, manchmal weniger an. Viele haengen an seinen Lippen und schreiben jedes Wort mit.    
Menschen, die auf der Suche sind nach dem Sinn des Lebens, der Umgang mit Krankheit (Eigene oder der seiner Lieben), Enttaeuschungen oder einfach nur auf der Suche sind..nach der Wahrheit oder was immer darunter verstanden wird. Teilweise alles auch ‚etwas‘ abgehoben.    
Am Ende seiner ‚Feier‘ bedanken sich die ‚Glaeubigen‘ bei ihm, indem sie erst seine nackten Fuesse beruehren und dann mit den gefalteten Haenden Stirn und Brust. Mir etwas zu strange, aber die vielen unterschiedlichen Menschen werden zu einer lebensbejahenden, froehlichen Gemeinschaft.
Osho ist der wohl bekannteste Yogi oder Guru. Unmengen von Buechern ueber ihn und das was er gesagt hat. Er ist das Gesicht, wenn wir an einen Guru denken. Meine Erinnerung bringt ihn in Verbindung mit Rolls Royce. Jedes Jahr einen Neuen.
Nicht alle Gurus (Gu- Dunkelheit, Ru- Licht- sollen aus der Dunkelheit ins Licht fuehren) sind Erleuchtete, eher truebe 20 Watt Birnen ohne Heiligenschein.(aus dem Buch: Kulturschock) 
Fotografieren nicht erlaubt..aber wir haben ein paar Bilder und Musik aufgenommen..zu hoeren bei Norberts und Lillys Vortrag voraussichtlich im Herbst.
Die Beatles waren Ende der 1960er Jahre bei Maharishi Mahesh Yogi hier in der Naehe -in Ramjuhla. Heute sind es mehr oder weniger verfallene Gebaeude(inoffizieller Eintritt an den Parkwaechter 50 Rupie) die aber nichts von ihrer Ausstrahlung verloren haben. Am aeussersten OrtsRand am Berg gelegen, offenbart sich uns ein Anblick der uns erahnen laesst, wie es in der Zeit der Beatles war. Kleine innen verfallene Wohniglos und die damals von Paul, John, George und Ringo bewohnten 4-stoeckigen Gebaeuden mit Iglos auf dem Rooftop, denke zur Meditation. Die Natur hat ihr Recht zurueckgefordert. Der schweizer Yogalehrer, der uns den Tip gab hat es auch mit den Worten ‚unheimlich, es spukt, faszinierend beschrieben. Im Dunkeln wuerde ich nicht reingehen..
      
Die rein vegetarische am Ganga gelegenen Laxmanjhula und Ramjhula sind  besondere Orte, auch durch die vielen unterschiedlichen Besucher und Reisenden jeder Alterstufe, Haarpracht (viel, wenig, nichts, mit oder ohne Turban) und den unzaehligen Nationalitaeten. (Rishikesh ist eigentlich nur die Durchgangsstadt- nichts besonderes). Ueber den Ganga sind zwei Haengebruecken, die jeweils die beiden Ortsteile trennen. Wirklich traumhaft gelegen.
Kuehe und Affen sind hier ueberall. Indien anders, entspannend.
   Man muss nicht in einem Ashram sein, um bei Yoga und/oder Meditation mitzumachen. Teilweise frei, teilweise zwischen 100 und 15o Rupies.  2 Yogalehrer (Schweden und Schweiz) gaben Unterweisungen z.B. in (Kundalinyoga) just for Fun hier im Camal Guesthouse.
 Ab 17 Uhr 2 Std. unterschiedliche Yoga und Meditation. Machte Spass und es ging besser als erwartet. Heute in einem anderen Yogahouse 2 Std genommen. Recht heftig, auch keine Ruecksicht auf das Alter und die Wehwechen.. Kopfstand und ein paar Knoten in den Beinen.  Vielleicht finde ich noch was anders. Anfang Maerz war hier ein sehr gut besuchtes  Yogafestival.      
Aber auch Rafting, Bungeejumping (83m) und vieles mehr ist hier moeglich.
Ein ausgibiges Bad mit 3 mal eintauchen genossen, im Mutter Ganga.
Reinigung von allen Suenden. 
Erfrischend und trocknen am grauen feinen Strand. Kleinere Straende sind hier am Ganga entlang. 
Der Ganga entspringt hier in 243 km Entfernung. Es dauert bis zu 4 Tagen (Auto und Schusters Rappen) um diesen heiligen Ort in den Bergen zu erreichen. Er wird von einem Gletscher gespeist.   

Gerade Lilly wieder‘ wir hatten aber wirklich einen schoenen Urlaub‘ Lieblingsspruch der Frau Hilbig und sie hat einfach so ein Shirt von einer anderen unbekannten Reisenden geschenkt bekommen..das sollte uns zu denken geben.. Lieblingsspruch des Herrn Hilbig: ‚hoer dir mal den Sound an ..  geil die Royal Enfield. ‚ Die must du dir kaufen’…und durch Indien fahren. 
Heute ist Hollifest. Vollmond und Fruehlingsanfang der wird hier mit Farbpulver und Wasser- oder Farbbomben richtig gefeiert. Auf weibliche Touris haben sie es hier besonders abgesehen. Happy Holi, dann wird in der sanften Version dir Farbe ins Gesicht oder auf den Kopf geschmiert.. oder du bekommst nachdem du voller Farbe bist, einen Eimer kaltes Wasser mit oder ohne Farbe ueber den Kopf..manche haben auch Wasserpistolen dabei. In der Nacht davor wird Feuer am Strand angezuendet und due maennlichen Inder feiern. Bis 15.00 gehts hier ab. Inder bekommen hier in jedem Haus einen mehr oder weniger kleinen Whisky, sobald sie klopfen. Im Ashram wird dieser Tag auch den ganzen Tag zelebriert.
Hab mich im Ashram in den Farbtrubel gestuerzt. Schau irgendwie bunt aus. Lilly und Norbert haben am Ende nur noch ein paar Querschlaeger abgekriegt. Ein ausgiebiges Bad im Ganga und eine heisse Dusche haben mich von 95% meiner Farben befreit.
Um 8 Uhr Qi Gong und an 16 Uhr Meditation, Musik und Workshops. Dazwischen oder danach Powershopping.
 Einkaufsmail von Kerstin erhalten…
Morgen 8 Uhr Yoga zur Entspannung.
Wir bleiben die restliche Zeit bis zum 28. Maerz noch hier, bevor es zum letztenmal nach Delhi geht. Norbert und Lilly erkundigen inzwischen die nahe oder auch etwas weitere Umgebung.
Leider kann ich hier keine Bilder hochladen. Erlauben sie hier nicht, 
Virus und Wurmgefahr.    
Komisches Gefuehl das meine Reise in paar Tagen zu Ende geht. 
Bis zur Nightgroove in Neuburg..  

Teil 1 Indien geht zu Ende

Februar 15, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

„You can’t change anything. You can’t do anything about it. You have accept that things could be worse, and they’ll never be much better, and you’re completely helpless in the face of it“ aus Shantaram.
Auf dem Weg zum Bahnhof nach Gaya hat ein mit 3 Männern besetztes Fahrrad eine Kuh gerammt.. Mal wieder was passiert. Lustig …..der Kuh ist nichts passiert..
Zugfahren in Indien ist eine unendliche Geschichte. Die geduldig wartenden Inder werden zu ‚Bestien‘, wenn es um Plaetze im Zug geht. Wie die Irren stuerzen sie aus und in den Zug.  Mallorca like werden hier durch Decken, Zeitungen, Tuecher die 2. Klasse-Sitzplaetze reserviert, durchs geoeffnete, aber vergitterte Fenster und mit lautem Geschrei. An die Fenster werden außen Fahrraeder angebunden, und ein Verkaeufer jagt den naechsten. Von Tageszeitungs- und Zeitschriftenverkäufer, Reisverschlussreparierer, Schuhputzer, Fruechte- und Gemueseverkaeufer, Verkäufer des beruechtigten und guten Chai Chai, von Getraenken, CD’s und natuerlich der Mumbali (Nuesse), abgefuellt in Zeitungspapiertueten, und Kokusnuessstuecken (Bihar ist voll von Palmen, Bananenstauden und Mosquitos) laufen anpreisend und lautstark durch den Zug. Sie tragen ihre Waren teilweise auf dem Kopf durch die immer voller werdenden Reihen. An der Decke sind Haltegriffe angebracht, die, solange sie unbelegt sind, im gleichmaessigen Takt des Zuges laut schwingen. Hat schon was, so eine Zugfahrt.  
Die II. Klasse-Fahrt fuer 45 Rupien (3 Pers. fuer ca 80 Cent) von Gaya nach Patna, aus vorgesehenen 2 Std wurden 4,5 Std. plus 1 Std. Rikscha, Sandwich mit eingeschlafenen Fuessen und A…backen, nach Hajipur zum naechsten Bahnhof, wo wir den naechsten Zug zum Nepal -Grenzort nach Rauxal nehmen. Nach unserem scharfen vegetarischem Essen wurden wir in Hajepur wie Ausserirdische begafft. Nachdem Lilly noch das Bilderalbum jemandem gezeigt hat, wurde die Menschentraube immer noch groesser.. Alles was wir taten, wie wir sprachen, wie wir uns bewegten, einfach alles interesiert sie. Ich hab mich hingesetzt und mein Buch weitergelesen….bevor wir die ca.5-Std-Fahrt (indische Zeit) antraten. Apropos Buch – Hitlers „Mein K……“ war hier in in Englisch kaeuflich erwerbbar..einfach so am Bahnhof.
Unser vom Lonely Planet empfohlener Ticketverkauefer hat fuer unsere Tickets im Wert von 400 Rupien knapp 7 Euro Gebuehren verlangt /fuer die Tickets, die 377 Rupien gekostet haben. Was lernen wir  daraus, immer fragen….

Happy Birthday Fredi / Gesichter Indiens

Februar 13, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

7 Tage in Bodgaya gehen zu Ende. Manches nimmt man erst jetzt so richtig war. Die Hektik, die langsam mit dem Verlassen der Pilger mit ihren Gebetsmuehlen und – ketten, zum 13 Februar ausklingt. Ein Teil der sehr armen Familien mit ihren vielen Kindern, die hier in Huetten (den Namen verdienen sie nicht) hausen, werden in dem Elend zurueckbleiben.

Randnotiz: Eine Maus hat gerade mein Zimmer verlassen. Musste etwas nachhelfen.  

 Bilder, wie die blinde alte Frau die bettelt, der auf den Boden kriechender Mann mit seinen hornhautueberzogenen Knien mit dem relativ gepflegtem Gesicht, die Enkelin die ihrer Oma die grauen Haare laust und sie dabei immer wieder umarmt und die vielen mir so fremdartigen armen Menschen in diesem so armen Bundesstaat werden mir in starker Erinnerung bleiben. Die Verteilung von Essen und Almosen war ein Auflauf der Armen, die ihre Blechschuesseln dem Moench entgegenstreckten und teilweise enttauescht wieder gehen mussten.. Jede Minute .. Unmenge an Eindruecken.Spirualitaet.
Gesichter der Armut
Augen des Leids, denen    
man versucht aus dem Weg zu gehen..aber aendern kann das ‚ Indien ‚, seine Menschen und seiner Tradition
nur selbst.
Auf einer Wanderung durch das Umland von Bodgaya sind wir durch ein Dorf gekommen, wo wir um Hilfe fuer ein Neugeborenes mit Hasenscharte (kann von der Mutterbrust nicht trinken) gebeten wurden. Das Kind war schon recht abgemagert und klein. Das Problem der Eltern war, das sie extra Milch fuer das Kind kaufen mussten, bzw. auch die Operation u/o aerztliche Behandlung. Dies ist fuer die einfachen Leute nicht bezahlbar. Lilly und Norbert haetten sich bereit erklärt die Operationskosten von ca. 250 Euro  zu uebernehmen (aus Spendengeldern von Vortraegen)
 Aber die Eltern wollten nur das Geld, sie wuerden dann davon Ihrem Kind helfen..??! 
Unter diesen Voraussetzungen war aber eine zweckgebunden Hilfe leider nicht moeglich. 
Wir sind Im aermsten, korruptesten Bundesstaat Indiens bei einer vielkoepfigen armen Bauernfamilie..
Auch das ca. 10 jaehrige schoene Maedchen mit den traurigen Augen komplett ohne beide Beine … Sie wurde hier in der Naehe des Tempeleingang auf eine Decke gelegt oder eher gesagt von Ihren Eltern praesentiert. Man spuerte, das sie das nicht wollte, als Bettelgegenstand missbraucht zu werden.
 
Mal etwas Lustiges in dem nicht nur traurigen, schoenen wahnsinnigen Land – Lilly hat einen ca 12 jaehrigen Jungen gefragt, wann er geboren ist bzw. Wie alt er ist.
Antwort: da muss ich meine Mutter fragen, da ich da noch recht klein war..:-)
  
Peter der Krankenpfleger aus Berlin faehrt am Montag nach Kalkutta zu Organisation Mutter Theresa nach Kalkutta, um da mitzuhelfen.. Sicherlich mit Eindruecken die ihn sein Leben lang begleiten werden.
Ein Haendler sagte zu Norbert nachdem er mit ihm den Preis fuer 3 Schachteln Zigaretten ausgehandelt hatte ‚immer noch 100 % verdient‘.. So wird es fast immer sein, egal wie lange wir feilschen!
 In Shantaram findest du einen Satz, der hier absolut zutrifft: ‚wenn du in Indien etwas kaufst oder Geschaefte machst entscheidest du mehr mit dem Herz als mit dem Kopf.‘
Noch ein kleines Bsp. ueber Inder: Am Nachmittag eine kleine Auszeit von der Hektik genommen und hab mich in einen Park gesetzt. Nachdem ich nur einmal nach Geld gefragt wurde und ob ich lese, hat sich jemand fast direkt neben mich auf die leere Bank gesetzt. Wir Europaer haetten uns auf die lange freie Seite gesetzt, der Inder aber auf die viel kuerzere Seite.. Er hat kein Wort gesprochen..Er ist in meine noch vorhandene Komfortzone eingedrungen, was hier aber ganz normal ist.
Freunde  sitzen hier sehr eng zusammen und beruehren sich oder sie gehen Hand in Hand spazieren. Was hier zwischen Mann und Frau nicht so gern gesehen ist, ist zwischen Maennern und Frauen  mit Frauen normal.
Aufgefallen ist mir auch: Sie setzen beim Trinken die Flasche nicht an die Lippen, sondern lassen das Getraenk frei in den Mund laufen..ohne einen Tropfen zu verschuetten.. Mein Test ging auf die Hose.
Was ist die Staerke Indiens wurde ich von einem UPS Manager beim Fruehstueck gefragt (normal neugierig sie wollen sich austauschen): bin auf die Religion, Ackerbau, beginnende Mittelklasse .,gekommen, nein das ist es nicht, sondern der grosse Anteil der Bevoelkerung an 20 bis 40 jaehrigen Gebildeten in Indien. Sie ist die grosse Zielgruppe fuer die Industrie im In- und Ausland. Nach einem billigen und guten Fruehstueck fuer 1.20 nochmal einen Ausflug ins Hinterland unternommen, Buddha wurde hier nach seiner Fastenzeit Milchreis gereicht. Der naechste Tempel. Auch wirst du zu Schulen gebracht, wo du etwas spenden sollst/darfst. Wir wissen nicht, ob das immer nur den Kindern zu Gute kommt.. oder auch in Kaefigen gefangene Voegel, die den Touri Pilgern unter die Nase gehalten werden, damit sie sie freikaufen… alles um an Geld zu kommen. Vieles ist verstaendlich, auch wenn wir es nicht akzeptieren koennen/ wir die Auslaender.
  

Gesichter der Armut

Tibet, Bhutan, Nepal an einem Ort

Februar 10, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Inder sind ein sehr neugieriges Völkchen. Sie schauen dich immer mit großen Augen an, wie und was isst du usw. Nach den typischen Fragen kommen auch die Fragen nach Familienstand, wo ist deine Frau, hast du Kinder usw. Auf diese Fragen haben sich Lilly und Norbert mit einem kleinen Fotoalbum von Eltern, Trachten, Schnee, Heimatort usw. vorbereitet – wichtig auch für die armen Leute, die nicht englisch sprechen.
Peter, ein Aussi, der allein in Indien unterwegs ist, sagt dann immer „Sie starb letztes Jahr in Indien bei ein Rikschaunfall“, betroffene Gesichter und keine Nachfragen mehr.
Bin gestern Abend mit Peter und Peter in einem Restaurant zusammengesessen, als sich eine Gruppe Tibeter neben uns gesetzt hat. Nachdem Lilly eine Tibeterin von ihrem Kartoffelbrei hat probieren lassen (sie hat immer so hungrig rübergeguckt) entstand mit 2 Englischsprechenden ein nettes Gespräch, nachdem Handynummern und Email-Adressen ausgetauscht wurden, um sich in Kathmandu wieder zu treffen. Sie hatten teilweise ihre Tracht an und einer davon hätte Cochise ( den Apachen) in einem Western spielen können….


Lilly hat dem tibetische Maedchen, 16 Jahre alt, dann noch einen Lippenstift (hat mehrere als Spende bekommen, letztes Mal Kugelschreiber) und einen Anhänger geschenkt. Soviel Freude sieht man bei uns heute nicht mal mehr von Kindern unter dem Weihnachtsbaum. Sie hat dann Lilly einen Tag später einen Ring gebracht.
Auch viele Bhutanesen-Maenner mit kürzeren Röcken und Frauen mit langen Röcken und kurzen Haaren sind hier (selten ausserhalb von Bhutan zu finden). Für uns ein fast unerschwingliches Reiseland (sehr exclusiv).
Bei aller Armut siehst du immer sehr viele lachende Kinder-Gesichter.    
Heute Walkingtour zu den verschiedenen Tempeln und dem riesigen Buddha – eingeweiht vom Dalai Lama. Wir sind mit den beiden Peter (1xAussi, 1xBerlin) unterwegs. Nach einer sehenswerten Tour, besonders der tibetische Tempel war sehr schön, noch einen Ausflug in ein Dorf (old India) gemacht – sehr ursprünglich. Es steht noch der Besuch der Höhle aus, in der Buddha einige Jahre gefastet hat (der Weg war besser als das Ziel) und ein Besuch bei den Exiltibetern, die an der Grenze zu Nepal in Dolpo, hoch in den Bergen leben. Ein sehr sehr hartes Leben. Um aus den Bergen rauszukommen, muessen sie ueber 2 hohe Berge im Himalaya Gebirge wandern, bevor sie mit Bussen weiterfahren können. Die Kinder werden in die Kloester geschickt, damit sie eine Schulbildung erhalten und aus ihrem eintönigen Umfeld rauskommen. In den ersten 3 Jahren, 3 Monaten und 3 Tagen duerfen sie sich nicht die Haare und die Fingernaegel schneiden. Es hat damit zu tun, dass Buddha die gleiche Zeit gefastet hat. Religion gibt ihnen Halt.
Nur einer der Gruppe spricht englisch, ein Lehrer, der versucht, Spenden fuer eine Schule du bekommen.
Sie arbeiten hier in dem Maintempel, im Butterlampenhouse. Wir werden sie evtl. teilweise in Kathmandu in Nepal wiedersehen. 
Der Weg zum Cave fuehrte durch alte Doerfer, Palmen, Natur pur, wo die Zeit stehengeblieben ist. Nur eine Flussbreite (ausgetrocknet)von der Strasse entfernt. Diese „Wueste“ mussten wir durchqueren, bis der Feldweg anging. Frauen dreschen noch per Hand (Maenner sitzen im Schatten und spielen Karten). Ochsen, Kuehe und viele Kinder ueberall, die sofort nach einem kurzen „Hallo and where are you from“ sofort auf Rupi etc. zum sprechen kommen. Sie laufen einem schreiend nach. Uns wurde gesagt, gib bloss nichts, sonst wirst du sie nicht mehr los und nimm nicht zuviel mit (Ueberfaelle).
Daran haben wir uns gehalten, auch auf dem letzten Teilstueck zur Hoehle, als die Bettler uns ihre unzaehligen Haende entgegenstreckten. Teilweise wurden Priester und andere Besucher mit Saenften rauf- oder runtergetragen. Ein Wuerdentraeger in der Saenfte wurde regelrecht von allen Seiten be- oder gestuermt, nachdem er begonnen hat, Geldscheine zu verteilen.. Ein Polizist und mehrere ‚Hilfspolizisten‘ gingen mit Stoecken dazwischen. Nur drohend, nicht schlagend….fuer ihre Hilfe haben sie sich sicher etwas versprochen.. Wir haben uns aber auf dem Weg nie bedroht gefuehlt. Die meisten Leute waren recht freundlich. Der Rueckweg im Tempo (Sammelrikscha) mit 17 Leuten, 4 Leute im Gepaeckraum, 4 auf der Stossstange, der Rest verteilte sich auf 2 schmalen Sitzbaenken. Amazing…..
Habe hier fuer meine deutschen Buecher Shantaram in Englisch eingetauscht. Es ist eins der! Indienbücher (weisser Tiger, das Zirkuskind empfohlene Buecher).
„Tibet om cafe“ von Tibetern geführt mit Dalai Lama Bildern und Spruechen ist unser Fruehstuecksquartier (Porridge, Milkcafe usw), angenehme Atmosphaere mit beruhigender Musik von Deva Remal – Mantras (Saengerin aus Nuernberg!!) und gutes Essen.
Samstag gehts weiter nach Nepal, eine ca. 2 Tage lange anstrengende Anreise mit Zug und Bus fuer ca. 5 Euro (Ticketpreis) steht uns bevor. Durchschnittlich brauch ich hier in Indien um die 10 – 15 Euro pro Tag fuer Essen/Trinken und Übernachtung (Durchschnittseinkommen eines Inders mit einigermassen geregelter Arbeit) 1 bis 3 Euro!
Es wird hier von Tag zu Tag heisser. In den ersten Naechten noch gefroren, jetzt wird es schön langsam warm in unserem Schlafsack…..
In Delhi am Ende unserer Reise warten über 40 Grad auf uns. 
Der Monsum kommt.
     

Indien der Spiegel der Welt

Februar 07, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Alles in einem Land vereint..arm, reich..,viele Religionen, einfach alles, was in der Welt so ist oder war.
Indienstorys: Junge, ca.12 Jahre als, hat sich für 100 Rupi Lilly angeboten (konnten es nicht glauben, haben es auch wirklich spät gecheckt). Wir trafen ihn auf der anderen Seite des Ganges und aus Spiel wurde ernst. Erst hat er die Hand von Lilly genommen, was von ‚I love you‘ gelabert, dann was von 100 Rupie, etwas spaeter hat er sich neben Lilly und Norbert, ohne Hose und nur mit einer Unterhose bekleidet, in den Sand gelegt, mit einer Erektion……Bollywood laesst gruessen. 
Der Nachtwaechter unseres Hotels in Varanasi wollte Haschisch von Lilly kaufen… wie ist er auf so einen bloeden Gedanken nur gekommen..:-)) Wir kiffen nicht !!!
Neueste Methode, dass Leute laenger im Hotel bleiben: Abfuehrmittel ins Essen, Arzt holen, gibt noch mehr Abfuehrmittel, nach 4 Tagen richtiges Mittel, Geld wird geteilt zwischen Arzt und Hotel.  
Oder so wie wir es gerade im Hotel in Bodgaya erfahren haben. Angekommen und eingescheckt, gefreut ueber das gute Zimmer und den guten Preis. Nach 2 Std kommt die Wirtin und teilt mir mit, dass mein Zimmer schon von ihrem Bruder an 2 Taiwanesen versprochen wurde (die mehr zahlen…das hat sie verschwiegen) und ich soll raus. Ohne Entschuldigung. Go.. eiskalt.
Norbert und Lilly haben mich fuer eine Nacht, nachdem sie gefragt haben, ob morgen etwas frei wird, aufgenommen. Nächster Tag: sie hat keinen Single Room frei, Doppelroom jetzt auf 500 Rupia gestiegen. Ich soll woanders hingehen…..Gastfreundschaft ohne finanziellen Nutzen und die Worte „Danke, Entschuldigung, Bitte“ usw. wenig vorhanden (bin jetzt daneben eingezogen – kein Vergleich). Naechte auch sehr kalt und Fenster laesst sich nicht gut schließen, ab 6 Uhr laut, mit noetigem Mosquitonetz von Norbert.
Es war aber nur noch ein Zimmer fuer den doppelten Preis frei.

Wir sind sozusagen in der Hauptsaison (Pilgerzeit Nov-Febr) hier. Fast jedes buddhistische Land unterhaelt hier ein eigenes Kloster und Tempel.
 Moenche und Pilger aus Japan, Thailand, Bhutan, Nepal, Vietnam, China, Tibet, Sri Lanka  … mit den unterschiedlichsten Trachten/Kutten.
Ein Traum fuer jeden Fotografen. Ueberall Verkaufsstaende und Maerkte, die extra zu diesem Ereigniss aufgebaut wurden, in diesem aermsten Bundesstaat Indiens Bihar. Lt. Reisefuehrer auch der Gefaehrlichste. Lkw’s fahren nur in Convoys in der Nacht.. 
Das Land ist sehr urspruenglich. Ochsenkarren fahren auf den Feldern, viele Reisanbauflaechen.

Man entwickelt Gewissenkonflikte, wenn man diese Armut sieht. Es betteln hier fast noch mehr Menschen als in Varanasi. Aber wem gibst du etwas (jedem ist nicht moeglich, und teilweise stehen hier mafiaartige Strukturen dahinter – Moneychanger sind auch gleich in der Naehe – sie nehmen ein Zehntel als Kom). Blinden, den Verkrueppelten ohne Haende, den Menschen, die mit dem ganzen Koerper im Staub liegen, weil sie nicht stehen oder sitzen koennen oder/und sich davon mehr Geld erwarten, Kinder ueber und ueber dreckig mit ihrer kleinen Schwester/Bruder auf dem Arm….. 
Lebrakranke ohne Finger und Zehen, offene Lebra (nach ihrem Tod werden sie in Varanasi nicht verbrannt, genausowenig wie Kinder unter 13 oder Schwangere – sie werden in einem Sack eingenaeht und im Ganges versenkt). 

Bodgaya, seine farbenfrohen Moenche und Pilger…… Ohmm

Glauben

Februar 07, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Der Mahayana – Buddhismus des Himalaya, ist kein Glaube an einen Gott, sondern an die goettlichen Kraefte in einem selbst, in die Entwicklung des Geistes, des Verstehens und der Vernunft. Dalai Lama sagt: Buddismus lehrt, geistigen Frieden zu erreichen, und er versucht, das Denken und die Lebenskraft so zu veraendern, dass man Leiden ertragen, Tod, Krankheit und Unglueck ueberwinden kann.

Buddhisten und Hindus glauben an den Kreislauf der Wiedergeburten, aus dem es sich zu befreien gilt. Ein verantworungsvoll gefuehrtes Leben(Dharma) mit vielen guten Taten kann das naechste Leben verbessern. „Karma“ heisst das Gesetz von Ursache und Wirkung. Beide wollen Erleuchtung und das Nirwana (verloeschen,) das Ende des Leidens, erreichen. Der Koerper ist der voruebergehende Tempel der Seele und wird nach dem Tod durch Verbrennen in den Kreislauf der Natur zurueckgegeben. 
Ganesh mit Elefantenkopf ist der Gluecksbringer. Brahma (Schoepfer), Vishnu, der Erhalter, Shiva, der Zerstoerer und gleichzeitig Erneuerer. Jedem Gott steht eine goettliche Kraft zur Seite, die ihm Energie und Staerke verleiht.

Varanasi die aelteste Stadt der Welt

Februar 04, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Wifi gefunden !! Zufällig nach tagelangem Suchen und Fragen in Lassi Bar auf der Strasse.
Affenschock ueberwunden und nun der Bericht. Es wuerde noch soviel zu erzaehlen geben ..Unmengen an Neuem.
Varanasi 
Wir haben festgestellt, dass uns unser Rishkafahrer ausgetrickst hat…..Hotel Ganga Yogi Logde, wir wollten Fuji …aber erst nachdem wir gebucht und angezahlt hatten, haben wir eine Karte vom Hotel bekommen….
Varansi ist der heiligste Ort der Hindus.
Nachdem wir die Abendzeremonie am Ganges angeschaut haben, sind wir noch zum Verbrennungsplatz gelaufen, wo Fotografieren verboten ist. Vorsichtig sein, gegen Geld wird das Fotografieren erlaubt und auf einmal ist ein Polizist da und dann geht’s nur noch um die Strafe, die du dann zu zahlen hast. Teilen sich die Beiden. Auch quatschen dich die Nepper und Schlepper ueberall an…..
Aber Varanasi, wo wir ca. 5 Tage bleiben wollen, ist eine der faszinierendsten Staedte der Welt. Die hohen Mauern und Haeuser vor dem Ganges, die engen Gassen ohne Autos, faszinierend.
 Unmengen an Holz, das die Angehoerigen fuer ihren Verstorbenen teuer kaufen muessen, stapelt sich im Halbkreis um die Verbrennungsplaetze. Die Feuer brennen ununterbrochen, ca. 300 Menschen werden hier taeglich verbrannt. Holz wird aufgeschichtet zu einem Scheiterhaufen. Auf diesen wird dann der in ein Tuch gewickelte und im Ganges vorher kurz gewaschene Leichnam gelegt. Lange ist der brennende Kopf und der Oberkoerper zu sehen so wie auch das ploetzliche Aufplatzen (lauter Knall) des Kopfes und das Wegspritzen von Gehirnfluessigkeit. Nachdem die Tuecher verbrannt sind, sieht man meist ein Bein / Fuss mit Haut wegstehen, dies wird dann vom Feuerwaechter mit einem Stock zurueck ins Feuer geworfen. Erschreckend.
Im Gegensatz zu Agra, wo der Koerper ringsherum mit Holz bedeckt.


Sein am Kopf fast kahlgeschorener (Antenne bleibt) aeltester Sohn (bei einer Frau der Juengste) zündet dann das Feuer mit brennendem Schilf an. Der mit unterschiedlichsten Essenzen bestreute Leichnam (z.b. Myre usw. Und Wasser, dass sich die Seele schneller vom Körper löst) wird von seinem Sohn 5 mal umrundet als Zeichen fuer Erde, Sonne, Wasser, Feuer und Luft. Das Feuer wird am ewigen Feuer entzündet am Tempel oberhalb des Burningghats. Aus den vielen Gassen kommen immer wieder hergerichtete Tote, die in einer kurzen Prozession zum Ghat (stufenartige Eingänge) gebracht werden.
In Varanasi zu sterben ist das Höchste fuer einen Hindu. Damit durchbricht man den Kreislauf, man kommt gleich ins Nirvana. 
Wie ueberall auf der Welt entscheidet aber das Geld, wo man verbrannt wird, wie – mit wieviel, mit hochwertigem oder billigerem Holz. Menschen, die wissen, dass sie bald sterben werden, kommen hier her und warten in einer armseligen Unterkunft auf den Tod. Aber auch diese sind sehr teuer….fuer die vielen armen Glaeubigen. 
Im Gegensatz zu Agra, wo der Koerper ringsherum mit Holz bedeckt wird, werden hier nur einzelne Stuecke auf den Koerper gelegt. Wir haben einige Fotos von der anderen Uferseite aus gemacht, da es direkt am Burning Ghat nicht erlaubt ist. Mutter Ganga hat im
Gegensatz zu anderen Jahren sehr wenig Wasser.   
Auch die Bilder der Tiere die hier einfach so dabei sind, bleiben im Kopf haften. Hunde und Kuehe nebeneinander in den noch warmen Feuerstellen, Kuehe, die neben den maennlichen Angehoerigen stehen oder liegen und die Blumenkraenze fressen, die gerade noch um den Toten gewickelt waren..
Unbeschreiblich.
Viele Touris und Travler und Aussteiger sind hier, was auch noch die Bedeutung dieses Ortes fuer viele Menschen auf der Welt deutlich macht – nicht nur fuer Hindus!

Heut eine Rasur bekommen, nicht so wie ich wollte, sondern so wie es der Inder wollte. Frische Klinge und heiliges Ganges Wasser und Kopfmassage.  Ok. Dauert ja noch einige Tage bis ich daheim bin…

Wir haben nach der Abendzeremonie einige schwimmende, mit Blueten verzierte Kerzen gekauft und im Ganga schwimmen lassen. Fuer unsere Lieben, Freunde mit Familie und fuer die Verstorbenen. Wir haben so lange gewartet, bis auch die letzte Kerze verloescht war. Wie im wahren Leben, auch die Strahlendsten muessen irgendwann gehen.
Bootfahrt auf dem Ganges war auch ein Highlight. Mit Bildern vom Verbrennungsplatz, die wir heimlich geschossen haben, Affenbeerdigung am Ganges miterlebt.
Die meisten Fragen/Antworten von mir hier: No 1 Rupi, No Haschisch, No Money change, NO boot, NO massage, No riksha,
no Problem….
Am Samstag 10 Uhr verlassen wir Varanasi und fahren mit dem Zug ins ca. 4 Std. entfernte Bodhgaya (auch ein Pilgerort). Wird von Budhisten als der Ort verehrt, wo Budha die Erleuchtung fand.
Wir naehern uns langsam aber stetig der Grenze nach Nepal.

Chai Chai

Februar 02, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Die erste Nacht im Schlafwagen  war nicht schlecht. Zwischendurch war schlafen mit Schlafsack und Ohrenstoepsel moeglich 🙂 wir hatten 3 Betten uebereinander (optimal)
Nachdem wir diesen 100 rupi wifi Ort mit seinen vielen Neppern und Schleppern verlassen haben, steht jetzt noch Ahalabad mit seiner Mela vor Varanasi auf dem Programm.
Ging etwas chaotisch zu heute morgen. Durch die Mela zu der ca. 1 Mio Hindu Pilger hier vor Ort sind,waren fast alle Zimmer ausgebucht. Es gibt 3 Arten von  Melas, hier ist gerade die Magh- das ist die jaehrliche, alle 4 Jahre ist die Cumpmela mit ca. 17 Mio. (waren Lilly und Norbert)Und die groesste Maha – Cump Mela findet alle 12 Jahre, wieder 2013 statt. Dann ist hier die groesste Stadt der Welt – mit ca. 
           70 Mio Menschen!!!
 Einen kleinen Eindruck davon haben wir heute erhalten.


Wir haben ca. 1,5 Std mit dem Fahrradriksha gesucht haben, haben wir nur ein 1600 Rupien Zimmer (nachtraeglich noch 10 % Tax!!)gefunden, das wir fuer eine Nacht uns teilen. Leider haelt der Preis nicht das was er verspricht. No hot water and no towel..dafuer fast keine Touris und die Massen an Pilgern haben uns fuer das entschaedigt, aber es war ein Tag bevor sie richtig angeht.
Auch die Menschen vor Ort sind noch nicht von der Schlepper Fraktion.. Sie sind noch freundlich ohne Hintergedanken.
Nach der Vielzahl von Eindruecken (haendchenhaltende Polizisten,Freunde nehmen sich hier bei der Hand) und mein erstes Mal das ich an einer Pilgerspeisung teilgenommen habe und das ohne Besteck.(Lillys und Norberts 2) Reis mit Erbsen und mit der sauberen rechten Hand ohne Besteck.
Mal wieder was gelernt.Polizisten sind hier schnell mit ihrem Stock (manch Autodaecher zeugen davon) und ihrer Hand die sich schnell mal im Gesicht eines Schuldigen befindet. 
Dieser Ort ist weltbekannter Pilgerort fuer die Hindus weil hier 3 Fluesse einer davon istl..Ganga  (Mutter des Lebens)  wie die Inder dazu sagen, wir sagen Ganges zusammentreffen.
Morgen gegen 11 geht es weiter nach Varanasi. Zugticketkauf ist eine sehr ‚organsierte Angelegenheit‘ die mit Glueck unter 1 Std ausgeht und vielleicht nur 6 Stationen. Fragen,Zettelausfuellen,Kontrolle,reservieren,Zahlen,Ticket..jetzt verstehe ich Lilly und Norbert lieber Servicegebuehr als das Theater.Inder warten auch nicht in der Reihe einfach draengeln,zwischenrein rufen,wir bilden immer einen Schutzwall um den,der am Schalter ist zu ’schuetzen‘..
Gerad ist ein kleiner Junge. (ob er schon  mal Wasser, ausser zum trinken gesehen hat, ist unwahrscheinlich) am Boden kriechend durch den Zug und hat mit einem kleinen Handbesen den Zug ausgekehrt. Die Reisenden haben einige Rupien ihm gegeben. Die Bahnhofsgleise sind uebersaet von Sch…., um dementsprechend ist auch der Geruch. Auch die Betelnuss (Zusammensetzung: Betelnuss mit stimmulierender Wirkung wie Cola,Kalk,Evtl. Minze,Tabak-auch schon in kleinen Tueten erhaeltlich) entweder im Tabakblatt reingerollt oder einfach zwischen den Handflaechen zur Kugel geformt. Sie wird dann gekaut und erzeugt dann rote Spucke, dies wird ueberall hingespuckt..sehr appetitliche Angelegenheit.Rote Zaehne und sie bekommen beim Sprechen den Mund nicht auf)
Hijras (Maenner die sich ihr Gemaecht mit einem Schnitt (operatv)abschneiden und heißem Oel veroeden lassen) gehen in den Wagen rum und wollen Geld mind.10 Rupien. Sie koennen dich segnen oder verfluchen.Sie verehren die Muttergoettin und treten bei Hochzeiten und Tempelfesten auf. Nichts gegeben,auch wenn sie/er (in Frauenkleidern) sich bedrohlich vor dir aufgebaut haben.Sollen sehr hart zuschlagen … Chai Chai hoerst du alle paar Minuten im Zug. Verkaeufer die Tee verkaufen wollen.
Varanasi war relativ einfach. Wir haben eine Zug um 11.35 genommen und waren gegen 14.30 in Varanasi. Auch das mit dem Rishka haben die beiden super geregelt. Erstmal in Ruhe hingesetzt und die Schlepper abkuehlen lassen. Dann ging in einem Hoehlenzahn zu unserer Guesthouse Futshi .. Wo wir aehnliche Zimmer bekommen haben fuer 500 und ich 450 Rupien mit Fernsehen und heissem Wasser. Es ist nur 3 Minuten vom Ganges entfernt. Bis jetzt ausser Clospuelung und Stronaysfaelken alles ok.

Khajuraho

Januar 30, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Allgemeine Infos: Nach einem Todesfall werden den engsten männlichen Angehörigen die Haare mit einem Rasiermesser als Zeichen der Trauer geschoren. Es bleibt nur ein kleiner Zipfel am Hinterkopf stehen, als Antenne zum Verstorbenen. Anbei einige Bilder.
Unseren letzten Tag in Orcha verbrachten wir am Fluss, beim Essen und im Internetcafe, wo ich fast 2 Std für die paar Bilder zum einpflegen auf den Blog verbrachte.
Nach einer kürzeren und kalten Nacht haben wir den Zug genommen. Oben im Gepaeckfach liegend versuchen wir die ca. 5 Std. unbeschadet und ohne Toilette (meist oberdreckig) rumzubringen. Guter Aussichtspunkt, um die Menschen im Zug zu beobachten. Kleine verdreckte arme Kinder (total nett), die von ihrer Mutter mit Naan und Suppe gefuettert werden (ohne Latz).
Nach einer überaschend kurzen und auch nicht uebervollen Zugfahrt sind wir in Khajuraho im Bundesstaat Madhya Pradesh angekommen. Guesthouse war relativ schnell gefunden bzw. wir wurden gefunden. 100 Rupien, ca. 2 Dollar pro Person. Doppel- und Einzelzimmer, aber meist nicht sauber bzw. sieht zumindest nicht so aus. Toiletten oder Baeder haben hier nicht den Stellenwert wie bei uns.
Der Ort hat eine sehr bekannte Tempelanlage – Lakshmana,Vishvanatha und Kandariya Mahadeva.
Sonst bietet er nicht viel, auch wenn das Umland interessant wäre (aber nur allein und nicht mit diesen lästigen Verkaeufern..)
Morgen Nacht gehts weiter im Nachtzug nach Allahabad, wo vielleicht ein Mena ist…..eine Pilgerzusammenkunft.
5:50 Uhr morgerns sind andere Touris angekommen und waren voll laut. Ruecksicht auf vielleicht noch schlafende Gäste wird nicht genommen. Auch wenn man so mitbekommt, was sie veranstalten, um jemanden rumzukriegen. I promise, please ….haben sie dich dann endlich im Haus, dann kommen sie mit noch hundert anderen Moeglichkeiten, mit denen sie Geld machen koennten, z.B. Bahntickets, Ausfluege,Tanzauffuehrungen, Fahrraeder, Tuktuks usw.
Immer vorher freundlich fragend: how are you, where are you from – Antwort: nice country, whats your name…usw. Alles Nepper und Schlepper, und auch nach dem 50. fällst du wieder rein…..
Viele Kinder schreien hier schon nach dem ersten Wort: Hallo… .SchoKolade, School-Pen, Rupi….Shampoo…. 
Wir geben nur wirklich armen Menschen etwas, keinen Kindern und nichts fuer ein Foto. Viele Touris kommen in den Ort und verteilen Rupis, nur um ihre Ruhe zu haben, aber mit dieser Art züchten sie die nächste Generation von Bettlern. Im old town haben wir gesehen, wie agressiv die Kinder auf einige ältere Pauschaltouris losgegangen sind……ohne Worte. Einheimisches Essen ist meist scharf, aber sehr gut.
Gestern wurde es uns erklaert, bzw. mir wurde auch klar, was den Unterschied ausmacht zwischen Tourist (hat kurz Gelegenheit fuer ein paar Fotos, aber keine Muse/Zeit, hinter die Kulissen zu schauen, meist noch im klimatisierten Bus mit Ferseher) und Travler oder Backpacker, die genau das Gegenteil tun.