Prembaba, Holli und Beatles
Fast jeden Tag um 10.30 bin ich fuer ca. zwei Std. im Ashram, mit vielen ‚Glaeubigen‘, die bei meditativer Musik ihrem Baba lauschen. Spirituelle Atmosphere bei dem brasilanischen Prembaba, der seit 7 Jahren hierher kommt und jedes Jahr mehr Leute um sich schart. Seine ‚Predigt‘, die ins Englische uebersetzt und von schoener Musik begleitet wird, ist orientiert an den Problemen und Sorgen der Menschen und er versucht geistige Tueren (andere Blickwinkel) zu eroeffnen..manchmal spricht es dich mehr, manchmal weniger an. Viele haengen an seinen Lippen und schreiben jedes Wort mit.
Menschen, die auf der Suche sind nach dem Sinn des Lebens, der Umgang mit Krankheit (Eigene oder der seiner Lieben), Enttaeuschungen oder einfach nur auf der Suche sind..nach der Wahrheit oder was immer darunter verstanden wird. Teilweise alles auch ‚etwas‘ abgehoben.
Am Ende seiner ‚Feier‘ bedanken sich die ‚Glaeubigen‘ bei ihm, indem sie erst seine nackten Fuesse beruehren und dann mit den gefalteten Haenden Stirn und Brust. Mir etwas zu strange, aber die vielen unterschiedlichen Menschen werden zu einer lebensbejahenden, froehlichen Gemeinschaft.
Osho ist der wohl bekannteste Yogi oder Guru. Unmengen von Buechern ueber ihn und das was er gesagt hat. Er ist das Gesicht, wenn wir an einen Guru denken. Meine Erinnerung bringt ihn in Verbindung mit Rolls Royce. Jedes Jahr einen Neuen.
Nicht alle Gurus (Gu- Dunkelheit, Ru- Licht- sollen aus der Dunkelheit ins Licht fuehren) sind Erleuchtete, eher truebe 20 Watt Birnen ohne Heiligenschein.(aus dem Buch: Kulturschock)
Fotografieren nicht erlaubt..aber wir haben ein paar Bilder und Musik aufgenommen..zu hoeren bei Norberts und Lillys Vortrag voraussichtlich im Herbst.
Die Beatles waren Ende der 1960er Jahre bei Maharishi Mahesh Yogi hier in der Naehe -in Ramjuhla. Heute sind es mehr oder weniger verfallene Gebaeude(inoffizieller Eintritt an den Parkwaechter 50 Rupie) die aber nichts von ihrer Ausstrahlung verloren haben. Am aeussersten OrtsRand am Berg gelegen, offenbart sich uns ein Anblick der uns erahnen laesst, wie es in der Zeit der Beatles war. Kleine innen verfallene Wohniglos und die damals von Paul, John, George und Ringo bewohnten 4-stoeckigen Gebaeuden mit Iglos auf dem Rooftop, denke zur Meditation. Die Natur hat ihr Recht zurueckgefordert. Der schweizer Yogalehrer, der uns den Tip gab hat es auch mit den Worten ‚unheimlich, es spukt, faszinierend beschrieben. Im Dunkeln wuerde ich nicht reingehen..
Die rein vegetarische am Ganga gelegenen Laxmanjhula und Ramjhula sind besondere Orte, auch durch die vielen unterschiedlichen Besucher und Reisenden jeder Alterstufe, Haarpracht (viel, wenig, nichts, mit oder ohne Turban) und den unzaehligen Nationalitaeten. (Rishikesh ist eigentlich nur die Durchgangsstadt- nichts besonderes). Ueber den Ganga sind zwei Haengebruecken, die jeweils die beiden Ortsteile trennen. Wirklich traumhaft gelegen.
Kuehe und Affen sind hier ueberall. Indien anders, entspannend.
Man muss nicht in einem Ashram sein, um bei Yoga und/oder Meditation mitzumachen. Teilweise frei, teilweise zwischen 100 und 15o Rupies. 2 Yogalehrer (Schweden und Schweiz) gaben Unterweisungen z.B. in (Kundalinyoga) just for Fun hier im Camal Guesthouse.
Ab 17 Uhr 2 Std. unterschiedliche Yoga und Meditation. Machte Spass und es ging besser als erwartet. Heute in einem anderen Yogahouse 2 Std genommen. Recht heftig, auch keine Ruecksicht auf das Alter und die Wehwechen.. Kopfstand und ein paar Knoten in den Beinen. Vielleicht finde ich noch was anders. Anfang Maerz war hier ein sehr gut besuchtes Yogafestival.
Aber auch Rafting, Bungeejumping (83m) und vieles mehr ist hier moeglich.
Ein ausgibiges Bad mit 3 mal eintauchen genossen, im Mutter Ganga.
Reinigung von allen Suenden.
Erfrischend und trocknen am grauen feinen Strand. Kleinere Straende sind hier am Ganga entlang.
Der Ganga entspringt hier in 243 km Entfernung. Es dauert bis zu 4 Tagen (Auto und Schusters Rappen) um diesen heiligen Ort in den Bergen zu erreichen. Er wird von einem Gletscher gespeist.
Gerade Lilly wieder‘ wir hatten aber wirklich einen schoenen Urlaub‘ Lieblingsspruch der Frau Hilbig und sie hat einfach so ein Shirt von einer anderen unbekannten Reisenden geschenkt bekommen..das sollte uns zu denken geben.. Lieblingsspruch des Herrn Hilbig: ‚hoer dir mal den Sound an .. geil die Royal Enfield. ‚ Die must du dir kaufen’…und durch Indien fahren.
Heute ist Hollifest. Vollmond und Fruehlingsanfang der wird hier mit Farbpulver und Wasser- oder Farbbomben richtig gefeiert. Auf weibliche Touris haben sie es hier besonders abgesehen. Happy Holi, dann wird in der sanften Version dir Farbe ins Gesicht oder auf den Kopf geschmiert.. oder du bekommst nachdem du voller Farbe bist, einen Eimer kaltes Wasser mit oder ohne Farbe ueber den Kopf..manche haben auch Wasserpistolen dabei. In der Nacht davor wird Feuer am Strand angezuendet und due maennlichen Inder feiern. Bis 15.00 gehts hier ab. Inder bekommen hier in jedem Haus einen mehr oder weniger kleinen Whisky, sobald sie klopfen. Im Ashram wird dieser Tag auch den ganzen Tag zelebriert.
Hab mich im Ashram in den Farbtrubel gestuerzt. Schau irgendwie bunt aus. Lilly und Norbert haben am Ende nur noch ein paar Querschlaeger abgekriegt. Ein ausgiebiges Bad im Ganga und eine heisse Dusche haben mich von 95% meiner Farben befreit.
Um 8 Uhr Qi Gong und an 16 Uhr Meditation, Musik und Workshops. Dazwischen oder danach Powershopping.
Einkaufsmail von Kerstin erhalten…
Morgen 8 Uhr Yoga zur Entspannung.
Wir bleiben die restliche Zeit bis zum 28. Maerz noch hier, bevor es zum letztenmal nach Delhi geht. Norbert und Lilly erkundigen inzwischen die nahe oder auch etwas weitere Umgebung.
Leider kann ich hier keine Bilder hochladen. Erlauben sie hier nicht,
Virus und Wurmgefahr.
Komisches Gefuehl das meine Reise in paar Tagen zu Ende geht.
Bis zur Nightgroove in Neuburg..















