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Artikel der Kategorie Februar, 2011

Varanasi die aelteste Stadt der Welt

Februar 04, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Wifi gefunden !! Zufällig nach tagelangem Suchen und Fragen in Lassi Bar auf der Strasse.
Affenschock ueberwunden und nun der Bericht. Es wuerde noch soviel zu erzaehlen geben ..Unmengen an Neuem.
Varanasi 
Wir haben festgestellt, dass uns unser Rishkafahrer ausgetrickst hat…..Hotel Ganga Yogi Logde, wir wollten Fuji …aber erst nachdem wir gebucht und angezahlt hatten, haben wir eine Karte vom Hotel bekommen….
Varansi ist der heiligste Ort der Hindus.
Nachdem wir die Abendzeremonie am Ganges angeschaut haben, sind wir noch zum Verbrennungsplatz gelaufen, wo Fotografieren verboten ist. Vorsichtig sein, gegen Geld wird das Fotografieren erlaubt und auf einmal ist ein Polizist da und dann geht’s nur noch um die Strafe, die du dann zu zahlen hast. Teilen sich die Beiden. Auch quatschen dich die Nepper und Schlepper ueberall an…..
Aber Varanasi, wo wir ca. 5 Tage bleiben wollen, ist eine der faszinierendsten Staedte der Welt. Die hohen Mauern und Haeuser vor dem Ganges, die engen Gassen ohne Autos, faszinierend.
 Unmengen an Holz, das die Angehoerigen fuer ihren Verstorbenen teuer kaufen muessen, stapelt sich im Halbkreis um die Verbrennungsplaetze. Die Feuer brennen ununterbrochen, ca. 300 Menschen werden hier taeglich verbrannt. Holz wird aufgeschichtet zu einem Scheiterhaufen. Auf diesen wird dann der in ein Tuch gewickelte und im Ganges vorher kurz gewaschene Leichnam gelegt. Lange ist der brennende Kopf und der Oberkoerper zu sehen so wie auch das ploetzliche Aufplatzen (lauter Knall) des Kopfes und das Wegspritzen von Gehirnfluessigkeit. Nachdem die Tuecher verbrannt sind, sieht man meist ein Bein / Fuss mit Haut wegstehen, dies wird dann vom Feuerwaechter mit einem Stock zurueck ins Feuer geworfen. Erschreckend.
Im Gegensatz zu Agra, wo der Koerper ringsherum mit Holz bedeckt.


Sein am Kopf fast kahlgeschorener (Antenne bleibt) aeltester Sohn (bei einer Frau der Juengste) zündet dann das Feuer mit brennendem Schilf an. Der mit unterschiedlichsten Essenzen bestreute Leichnam (z.b. Myre usw. Und Wasser, dass sich die Seele schneller vom Körper löst) wird von seinem Sohn 5 mal umrundet als Zeichen fuer Erde, Sonne, Wasser, Feuer und Luft. Das Feuer wird am ewigen Feuer entzündet am Tempel oberhalb des Burningghats. Aus den vielen Gassen kommen immer wieder hergerichtete Tote, die in einer kurzen Prozession zum Ghat (stufenartige Eingänge) gebracht werden.
In Varanasi zu sterben ist das Höchste fuer einen Hindu. Damit durchbricht man den Kreislauf, man kommt gleich ins Nirvana. 
Wie ueberall auf der Welt entscheidet aber das Geld, wo man verbrannt wird, wie – mit wieviel, mit hochwertigem oder billigerem Holz. Menschen, die wissen, dass sie bald sterben werden, kommen hier her und warten in einer armseligen Unterkunft auf den Tod. Aber auch diese sind sehr teuer….fuer die vielen armen Glaeubigen. 
Im Gegensatz zu Agra, wo der Koerper ringsherum mit Holz bedeckt wird, werden hier nur einzelne Stuecke auf den Koerper gelegt. Wir haben einige Fotos von der anderen Uferseite aus gemacht, da es direkt am Burning Ghat nicht erlaubt ist. Mutter Ganga hat im
Gegensatz zu anderen Jahren sehr wenig Wasser.   
Auch die Bilder der Tiere die hier einfach so dabei sind, bleiben im Kopf haften. Hunde und Kuehe nebeneinander in den noch warmen Feuerstellen, Kuehe, die neben den maennlichen Angehoerigen stehen oder liegen und die Blumenkraenze fressen, die gerade noch um den Toten gewickelt waren..
Unbeschreiblich.
Viele Touris und Travler und Aussteiger sind hier, was auch noch die Bedeutung dieses Ortes fuer viele Menschen auf der Welt deutlich macht – nicht nur fuer Hindus!

Heut eine Rasur bekommen, nicht so wie ich wollte, sondern so wie es der Inder wollte. Frische Klinge und heiliges Ganges Wasser und Kopfmassage.  Ok. Dauert ja noch einige Tage bis ich daheim bin…

Wir haben nach der Abendzeremonie einige schwimmende, mit Blueten verzierte Kerzen gekauft und im Ganga schwimmen lassen. Fuer unsere Lieben, Freunde mit Familie und fuer die Verstorbenen. Wir haben so lange gewartet, bis auch die letzte Kerze verloescht war. Wie im wahren Leben, auch die Strahlendsten muessen irgendwann gehen.
Bootfahrt auf dem Ganges war auch ein Highlight. Mit Bildern vom Verbrennungsplatz, die wir heimlich geschossen haben, Affenbeerdigung am Ganges miterlebt.
Die meisten Fragen/Antworten von mir hier: No 1 Rupi, No Haschisch, No Money change, NO boot, NO massage, No riksha,
no Problem….
Am Samstag 10 Uhr verlassen wir Varanasi und fahren mit dem Zug ins ca. 4 Std. entfernte Bodhgaya (auch ein Pilgerort). Wird von Budhisten als der Ort verehrt, wo Budha die Erleuchtung fand.
Wir naehern uns langsam aber stetig der Grenze nach Nepal.

Chai Chai

Februar 02, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Die erste Nacht im Schlafwagen  war nicht schlecht. Zwischendurch war schlafen mit Schlafsack und Ohrenstoepsel moeglich 🙂 wir hatten 3 Betten uebereinander (optimal)
Nachdem wir diesen 100 rupi wifi Ort mit seinen vielen Neppern und Schleppern verlassen haben, steht jetzt noch Ahalabad mit seiner Mela vor Varanasi auf dem Programm.
Ging etwas chaotisch zu heute morgen. Durch die Mela zu der ca. 1 Mio Hindu Pilger hier vor Ort sind,waren fast alle Zimmer ausgebucht. Es gibt 3 Arten von  Melas, hier ist gerade die Magh- das ist die jaehrliche, alle 4 Jahre ist die Cumpmela mit ca. 17 Mio. (waren Lilly und Norbert)Und die groesste Maha – Cump Mela findet alle 12 Jahre, wieder 2013 statt. Dann ist hier die groesste Stadt der Welt – mit ca. 
           70 Mio Menschen!!!
 Einen kleinen Eindruck davon haben wir heute erhalten.


Wir haben ca. 1,5 Std mit dem Fahrradriksha gesucht haben, haben wir nur ein 1600 Rupien Zimmer (nachtraeglich noch 10 % Tax!!)gefunden, das wir fuer eine Nacht uns teilen. Leider haelt der Preis nicht das was er verspricht. No hot water and no towel..dafuer fast keine Touris und die Massen an Pilgern haben uns fuer das entschaedigt, aber es war ein Tag bevor sie richtig angeht.
Auch die Menschen vor Ort sind noch nicht von der Schlepper Fraktion.. Sie sind noch freundlich ohne Hintergedanken.
Nach der Vielzahl von Eindruecken (haendchenhaltende Polizisten,Freunde nehmen sich hier bei der Hand) und mein erstes Mal das ich an einer Pilgerspeisung teilgenommen habe und das ohne Besteck.(Lillys und Norberts 2) Reis mit Erbsen und mit der sauberen rechten Hand ohne Besteck.
Mal wieder was gelernt.Polizisten sind hier schnell mit ihrem Stock (manch Autodaecher zeugen davon) und ihrer Hand die sich schnell mal im Gesicht eines Schuldigen befindet. 
Dieser Ort ist weltbekannter Pilgerort fuer die Hindus weil hier 3 Fluesse einer davon istl..Ganga  (Mutter des Lebens)  wie die Inder dazu sagen, wir sagen Ganges zusammentreffen.
Morgen gegen 11 geht es weiter nach Varanasi. Zugticketkauf ist eine sehr ‚organsierte Angelegenheit‘ die mit Glueck unter 1 Std ausgeht und vielleicht nur 6 Stationen. Fragen,Zettelausfuellen,Kontrolle,reservieren,Zahlen,Ticket..jetzt verstehe ich Lilly und Norbert lieber Servicegebuehr als das Theater.Inder warten auch nicht in der Reihe einfach draengeln,zwischenrein rufen,wir bilden immer einen Schutzwall um den,der am Schalter ist zu ’schuetzen‘..
Gerad ist ein kleiner Junge. (ob er schon  mal Wasser, ausser zum trinken gesehen hat, ist unwahrscheinlich) am Boden kriechend durch den Zug und hat mit einem kleinen Handbesen den Zug ausgekehrt. Die Reisenden haben einige Rupien ihm gegeben. Die Bahnhofsgleise sind uebersaet von Sch…., um dementsprechend ist auch der Geruch. Auch die Betelnuss (Zusammensetzung: Betelnuss mit stimmulierender Wirkung wie Cola,Kalk,Evtl. Minze,Tabak-auch schon in kleinen Tueten erhaeltlich) entweder im Tabakblatt reingerollt oder einfach zwischen den Handflaechen zur Kugel geformt. Sie wird dann gekaut und erzeugt dann rote Spucke, dies wird ueberall hingespuckt..sehr appetitliche Angelegenheit.Rote Zaehne und sie bekommen beim Sprechen den Mund nicht auf)
Hijras (Maenner die sich ihr Gemaecht mit einem Schnitt (operatv)abschneiden und heißem Oel veroeden lassen) gehen in den Wagen rum und wollen Geld mind.10 Rupien. Sie koennen dich segnen oder verfluchen.Sie verehren die Muttergoettin und treten bei Hochzeiten und Tempelfesten auf. Nichts gegeben,auch wenn sie/er (in Frauenkleidern) sich bedrohlich vor dir aufgebaut haben.Sollen sehr hart zuschlagen … Chai Chai hoerst du alle paar Minuten im Zug. Verkaeufer die Tee verkaufen wollen.
Varanasi war relativ einfach. Wir haben eine Zug um 11.35 genommen und waren gegen 14.30 in Varanasi. Auch das mit dem Rishka haben die beiden super geregelt. Erstmal in Ruhe hingesetzt und die Schlepper abkuehlen lassen. Dann ging in einem Hoehlenzahn zu unserer Guesthouse Futshi .. Wo wir aehnliche Zimmer bekommen haben fuer 500 und ich 450 Rupien mit Fernsehen und heissem Wasser. Es ist nur 3 Minuten vom Ganges entfernt. Bis jetzt ausser Clospuelung und Stronaysfaelken alles ok.