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Chickentown

Februar 19, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Dakshin Kali (die Blutruenstige) war heute unser Ziel. 4.45 Uhr klingelte der Wecker. 5.30 Uhr waren wir auf dem Weg zur Busstation und um 6 Uhr waren wir im Bus. In unseren Bussen würden ca. 48 Leute sitzen, hier incl. Dachbelegung über 100 + Goeckel und Ziegen, die der Goettin dagebracht werden, und Kartoffeln, Gemuese usw., welches auf dem Markt in der Naehe verkauft wird. Da ich stehen musste und die Nepal Buse etwas niedriger sind (ja es gibt kleinere als mich), hat mein Denkapparat einige Stoesse abgekriegt. Nach ca. 1,5 Std. erreichten wir den Kali Tempel (Hindu). Es gab hier außer den ueblichen Andenken nochmal die gleichen Tiere wie im Bus zu kaufen; die Opfergaben sozusagen zum mitnehmen. McNepal sozusagen. Die Atmosphaere war andaechtig, vergnuegt wegen den vielen Familien (lange Schlangen hatten sich gebildet), die mit hergekommen sind, um ein heiliges Mahl  nach der Opferung zu bekommen. Es wurden nicht nur Tiere geopfert, sondern auch Kokusnuesse (die von einem Priester? auf einen Stein geschlagen wurden, der Saft wurde Kali geopfert. Den Spendern wurde mit roter Farbe und Reiskorn die Stirn gesalbt. 
Jetzt kommen wir zum wirklich sehr blutigen Teil. Die Besitzer brachten ihre Tiere  in einen besonderen Teil der Anlage. Es waren in steingehauene Abbildungen der blutruenstigen Kali angebracht. Vor den Abbildungen stand sozusagen der Schlachter, der allem Gefluegel (eine Ente gesehen) die Kehle durchschnitt und den Ziegen mit dem gleichen Messer den Kopf abtrennte. Das Blut wurde teilweise ueber die Goettin gespritzt. Wir konnten ungehindert Fotos machen, auch wenn in den Reisefuehrern stand, das es nicht erlaubt sei. Es sind einige sehr blutige Bilder entstanden, die ich hier nur ansatzweise zeige. Die Menschen brachten danach ihre toten Tiere gleich zum ‚Metzgerbereich‘, der die Ziege haeutete und das Gefluegel rupfte. Es ging danach groesstenteils in den angrenzenden Park, wo die ganze Familie ein Art Barbeque veranstaltete.
Ein aufregender Tag ging mit Besuch der in der Naehe liegenden budhistischen Tempelanlagen und dem Aufhaengen der Gebetsfahne fuer unsere Lieben und Freunde zu Ende. Chickentown war der Name vom Busfahrer.
Nachdem eine Rueckfahrt mit dem Bus nicht moeglich war, sind wir auf Royal Enfield umgestiegen (siehe Bild mit Verleiher).
Treckingtour ab Dienstag geplant, Funk-und Blogstille…..dann