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Kathmandu

Februar 17, 2011 Von: xindian Kategorie: Nepal

Die Nacht und der erste Morgen mit Gewitter und Regen nach der schoen(en) beschwerlichen Anfahrt. Das sind meine ersten Regentropfen seit ….?
Strom ist hier in Kathmandu meist nur begrenzt bis ca. 17 Uhr + irgendwann in der Nacht. Die meisten Geschaefte erhalten ihr Licht danach ueber Generatoren oder ueber Kerzen oder sie schließen die Buden.
Heute war ein stromfreundlicher Regentag. Erklaerung: nur Regen den ganzen Tag, aber die Wasserspeicher, die fuer die Wasserkraft = Strom zustaendig sind, sind wieder voll. 

Der Tag wurde fast (Butterbreze bei einem deutschen Baecker) nur vor dem PC verbracht. Bilder laden, Berichte und Emails beantworten. Leider auch mit der Erkenntnis, das sowohl bei Norbert als auch bei mir, aufgrund Speicherkartemproblemen, Bilder von Alahabad, Varanasi und Bodgaya nicht oder nur teilweise vorhanden oder beschaedigt sind. Vielleicht besteht noch die Moeglichkeit, einige Bilder daheim mit speziellen Programmen zu retten.
Dann haben Norbert und ich die noch vorhandenen Bilder im Internetcafe auf dem Desktop gesichert (wollten uns eine DVD brennen lassen) und sortiert, auch fuer den Blog – 1 Std Arbeit,  dann machts ‚PENG‘ – Strom weg und damit auch alles vom Desktop geloescht….
Wir machen morgen weiter und hoffen auf gutes Wetter. Flug nach Delhi fuer den 12. Februar gebucht. 
Nach den teuren vegetarischen Pizzas heute wieder indisch. Alumuter und cheese nan und Zitronentee und Pepsi fuer ca. 1.20 € pro Person. Hatten aber am Nachmittag schon eine warme Suppe und Zitronentee fuer 0,85 Euro. Es ist nur 2 Strassen vom Tamel enfernt, schon viel viel billiger.
Nach Regen folgt Sonne, und genau so war es. Tolle Fernsicht auf das Himalayagebirge, schneebedeckte Gipfel und blauer Himmel. Sehr selten, dieser Anblick. Kathmandu liegt normalerweise immer unter einer dicken Smogsicht, aber der Regen hat fuer saubere Luft gesorgt.
Der Koenigsplatz hat sich von seinen besten Seiten gezeigt. Eintritt war 300 Rupien  und fuer die weiteren Tage mussten wir uns eine Art Ausweis in einem anderen Buero besorgen (Pass und extra Lichtbild wurde benoetigt). 
Lilly hat koenigliche Affenboller auf die Muetze bekommen, unbeschadet ueberlebt.. Viele Traeger hatten es da schwerer.. Einer hat gleich ein ganzes Buero am Buckel gehabt, eine Fahrradrikscha ist zusammengebrochen unter der Last vieler Saecke. 
Zum Abschluss sind wir noch zum Affenberg – Swayambuh? gelaufen und viele Stufen geklettert. Gebetsfahnen und die goldene Spitze haben uns den Weg gezeigt, Affen und Raubvoegel ueberall. Tempel, Moenche, Boen Masken und traditioneller tibetischer Schmuck. In einen Tempel hat vor 2 Tagen der Blitz eingeschlagen. Er ist mit ein paar Schnueren abgesperrt..
Tolle Bilder sind entstanden.


Kathmandu by night. Viele Kinder sind bettelnd in der Nacht unterwegs. Sie sammeln alles Verwertbare von der Strasse und viele schnueffeln dabei Klebstoff. Lilly und Norbert bringen einen Teil ihrer Spenden hier her. Die Schweizerin Nicole holt hier Kinder von der Strasse. Sie bringt ihnen Essen und schaut, dass sie in die Schule gehen. Meine Erfahrung von heute Abend zeigt mir, dass dies der bessere Weg ist, als einzeln etwas zu geben. Hab heute 2 Strassenkindern etwas in der Baeckerei ab 20.30 Uhr zum 1/2 Preis gekauft und schon kam der Naechste. Hab ihm nichts gegeben. Hat dann nach mir andeutungsweise geschlagen. Auch viele Schmarotzer sind unterwegs, es faengt mit einer Zigarette an, geht bis zum Busticket zum krankem Opa, bis zum Vater, der auch Strassenkinder betreut und Unterstuetzung braucht – sind dann traurig, das man ihnen nichts gibt – Lilly und Norbert hatten sooo was heute.
Pashputinath? Der zweitheiligste Ort der Hindus. Verbrennungszeremonien und Sahdus ueberall. Als wir angekommen sind, wurde gerade eine aeltere Dame zum sterben hierhergebracht. Direkt am Burningghat ist ein Sterbehaus, so aehnlich wie in Varanasi. Wir duerfen hier alles fotografieren, auch den Sahdu, der sich nicht hinsetzt oder hinlegt seit mehr als 20 Jahren. Er haengt in einer Art Schaukel. Wir konnten nur ein Bein sehen, dick geschwollen – voll Wasser, oder ein Sadhu, der sich in alle Richtungen verbiegen kann und einen Big Joint nach dem anderen raucht.
Der Eintritt war 500 Rupies fuer uns Auslaender. Ein Teil der Tempelanlage ist nur fuer Hindus reserviert. Ein Mann ohne Beine ist hier auf den Haenden vorbeigelaufen. Wieder viele Affen, die hier Chai trinken und Sch… machen.
Jeder Tag ist ein Highlight, unbeschreiblich faszinierende Erfahrungen. Wir haben auch noch ein Altersheim besucht. Traurige und lachende, vom Leben gezeichnete Gesichter, sie leben in der Naehe der Tempelanlage in einer Art Kloster.
Morgen 5 Uhr steht das Kalifest an. Mit Opfern, die der Goettin Kali geopfert werden…