Teil 1 Indien geht zu Ende
„You can’t change anything. You can’t do anything about it. You have accept that things could be worse, and they’ll never be much better, and you’re completely helpless in the face of it“ aus Shantaram.
Auf dem Weg zum Bahnhof nach Gaya hat ein mit 3 Männern besetztes Fahrrad eine Kuh gerammt.. Mal wieder was passiert. Lustig …..der Kuh ist nichts passiert..
Zugfahren in Indien ist eine unendliche Geschichte. Die geduldig wartenden Inder werden zu ‚Bestien‘, wenn es um Plaetze im Zug geht. Wie die Irren stuerzen sie aus und in den Zug. Mallorca like werden hier durch Decken, Zeitungen, Tuecher die 2. Klasse-Sitzplaetze reserviert, durchs geoeffnete, aber vergitterte Fenster und mit lautem Geschrei. An die Fenster werden außen Fahrraeder angebunden, und ein Verkaeufer jagt den naechsten. Von Tageszeitungs- und Zeitschriftenverkäufer, Reisverschlussreparierer, Schuhputzer, Fruechte- und Gemueseverkaeufer, Verkäufer des beruechtigten und guten Chai Chai, von Getraenken, CD’s und natuerlich der Mumbali (Nuesse), abgefuellt in Zeitungspapiertueten, und Kokusnuessstuecken (Bihar ist voll von Palmen, Bananenstauden und Mosquitos) laufen anpreisend und lautstark durch den Zug. Sie tragen ihre Waren teilweise auf dem Kopf durch die immer voller werdenden Reihen. An der Decke sind Haltegriffe angebracht, die, solange sie unbelegt sind, im gleichmaessigen Takt des Zuges laut schwingen. Hat schon was, so eine Zugfahrt.
Die II. Klasse-Fahrt fuer 45 Rupien (3 Pers. fuer ca 80 Cent) von Gaya nach Patna, aus vorgesehenen 2 Std wurden 4,5 Std. plus 1 Std. Rikscha, Sandwich mit eingeschlafenen Fuessen und A…backen, nach Hajipur zum naechsten Bahnhof, wo wir den naechsten Zug zum Nepal -Grenzort nach Rauxal nehmen. Nach unserem scharfen vegetarischem Essen wurden wir in Hajepur wie Ausserirdische begafft. Nachdem Lilly noch das Bilderalbum jemandem gezeigt hat, wurde die Menschentraube immer noch groesser.. Alles was wir taten, wie wir sprachen, wie wir uns bewegten, einfach alles interesiert sie. Ich hab mich hingesetzt und mein Buch weitergelesen….bevor wir die ca.5-Std-Fahrt (indische Zeit) antraten. Apropos Buch – Hitlers „Mein K……“ war hier in in Englisch kaeuflich erwerbbar..einfach so am Bahnhof.
Unser vom Lonely Planet empfohlener Ticketverkauefer hat fuer unsere Tickets im Wert von 400 Rupien knapp 7 Euro Gebuehren verlangt /fuer die Tickets, die 377 Rupien gekostet haben. Was lernen wir daraus, immer fragen….
