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Welt geteilt durch zwei
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Artikel der Kategorie Februar 7th, 2011

Indien der Spiegel der Welt

Februar 07, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Alles in einem Land vereint..arm, reich..,viele Religionen, einfach alles, was in der Welt so ist oder war.
Indienstorys: Junge, ca.12 Jahre als, hat sich für 100 Rupi Lilly angeboten (konnten es nicht glauben, haben es auch wirklich spät gecheckt). Wir trafen ihn auf der anderen Seite des Ganges und aus Spiel wurde ernst. Erst hat er die Hand von Lilly genommen, was von ‚I love you‘ gelabert, dann was von 100 Rupie, etwas spaeter hat er sich neben Lilly und Norbert, ohne Hose und nur mit einer Unterhose bekleidet, in den Sand gelegt, mit einer Erektion……Bollywood laesst gruessen. 
Der Nachtwaechter unseres Hotels in Varanasi wollte Haschisch von Lilly kaufen… wie ist er auf so einen bloeden Gedanken nur gekommen..:-)) Wir kiffen nicht !!!
Neueste Methode, dass Leute laenger im Hotel bleiben: Abfuehrmittel ins Essen, Arzt holen, gibt noch mehr Abfuehrmittel, nach 4 Tagen richtiges Mittel, Geld wird geteilt zwischen Arzt und Hotel.  
Oder so wie wir es gerade im Hotel in Bodgaya erfahren haben. Angekommen und eingescheckt, gefreut ueber das gute Zimmer und den guten Preis. Nach 2 Std kommt die Wirtin und teilt mir mit, dass mein Zimmer schon von ihrem Bruder an 2 Taiwanesen versprochen wurde (die mehr zahlen…das hat sie verschwiegen) und ich soll raus. Ohne Entschuldigung. Go.. eiskalt.
Norbert und Lilly haben mich fuer eine Nacht, nachdem sie gefragt haben, ob morgen etwas frei wird, aufgenommen. Nächster Tag: sie hat keinen Single Room frei, Doppelroom jetzt auf 500 Rupia gestiegen. Ich soll woanders hingehen…..Gastfreundschaft ohne finanziellen Nutzen und die Worte „Danke, Entschuldigung, Bitte“ usw. wenig vorhanden (bin jetzt daneben eingezogen – kein Vergleich). Naechte auch sehr kalt und Fenster laesst sich nicht gut schließen, ab 6 Uhr laut, mit noetigem Mosquitonetz von Norbert.
Es war aber nur noch ein Zimmer fuer den doppelten Preis frei.

Wir sind sozusagen in der Hauptsaison (Pilgerzeit Nov-Febr) hier. Fast jedes buddhistische Land unterhaelt hier ein eigenes Kloster und Tempel.
 Moenche und Pilger aus Japan, Thailand, Bhutan, Nepal, Vietnam, China, Tibet, Sri Lanka  … mit den unterschiedlichsten Trachten/Kutten.
Ein Traum fuer jeden Fotografen. Ueberall Verkaufsstaende und Maerkte, die extra zu diesem Ereigniss aufgebaut wurden, in diesem aermsten Bundesstaat Indiens Bihar. Lt. Reisefuehrer auch der Gefaehrlichste. Lkw’s fahren nur in Convoys in der Nacht.. 
Das Land ist sehr urspruenglich. Ochsenkarren fahren auf den Feldern, viele Reisanbauflaechen.

Man entwickelt Gewissenkonflikte, wenn man diese Armut sieht. Es betteln hier fast noch mehr Menschen als in Varanasi. Aber wem gibst du etwas (jedem ist nicht moeglich, und teilweise stehen hier mafiaartige Strukturen dahinter – Moneychanger sind auch gleich in der Naehe – sie nehmen ein Zehntel als Kom). Blinden, den Verkrueppelten ohne Haende, den Menschen, die mit dem ganzen Koerper im Staub liegen, weil sie nicht stehen oder sitzen koennen oder/und sich davon mehr Geld erwarten, Kinder ueber und ueber dreckig mit ihrer kleinen Schwester/Bruder auf dem Arm….. 
Lebrakranke ohne Finger und Zehen, offene Lebra (nach ihrem Tod werden sie in Varanasi nicht verbrannt, genausowenig wie Kinder unter 13 oder Schwangere – sie werden in einem Sack eingenaeht und im Ganges versenkt). 

Bodgaya, seine farbenfrohen Moenche und Pilger…… Ohmm

Glauben

Februar 07, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Der Mahayana – Buddhismus des Himalaya, ist kein Glaube an einen Gott, sondern an die goettlichen Kraefte in einem selbst, in die Entwicklung des Geistes, des Verstehens und der Vernunft. Dalai Lama sagt: Buddismus lehrt, geistigen Frieden zu erreichen, und er versucht, das Denken und die Lebenskraft so zu veraendern, dass man Leiden ertragen, Tod, Krankheit und Unglueck ueberwinden kann.

Buddhisten und Hindus glauben an den Kreislauf der Wiedergeburten, aus dem es sich zu befreien gilt. Ein verantworungsvoll gefuehrtes Leben(Dharma) mit vielen guten Taten kann das naechste Leben verbessern. „Karma“ heisst das Gesetz von Ursache und Wirkung. Beide wollen Erleuchtung und das Nirwana (verloeschen,) das Ende des Leidens, erreichen. Der Koerper ist der voruebergehende Tempel der Seele und wird nach dem Tod durch Verbrennen in den Kreislauf der Natur zurueckgegeben. 
Ganesh mit Elefantenkopf ist der Gluecksbringer. Brahma (Schoepfer), Vishnu, der Erhalter, Shiva, der Zerstoerer und gleichzeitig Erneuerer. Jedem Gott steht eine goettliche Kraft zur Seite, die ihm Energie und Staerke verleiht.