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Ali Baba in Orcha

Januar 26, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Agra – Orcha mit dem Zug  
Meine erste Zugfahrt II. Klasse Schlafwagen in Indien. Laut und zugig. Groesster Arbeitgeber Indiens. Die Zuege haben vergitterte Fenster, damit die Menschen nicht reinspringen koennen..alles a bisserl anders hier.
Am Bahnhof in Agra hat ein Mann seine Frau, die ein Kind auf dem Arm hatte, geschlagen. Die Inder sind dazwischen gegangen, aber die Frau wollte das nicht..Angst vor ihrem Ehemann und der Schwiegermutter. Als Frau geboren zu sein in muslimischen Laendern ist wohl sehr hart.
Wir bleiben jetzt hier in Orcha, ein Ort mit einer Burg, die fuer eine Nacht gebaut wurde, und seinen Tempeln mit unbekannter Bedeutung. Wir bleiben fuer einige Tage. Lt. Lili und Norbert war es vor einigen Jahren noch beschaulich. Das hat sich geaendert, Touristen kommen meist nur fuer Tagesausfluege hierher und schon sind Restaurants, Hotels und Geschaefte aus dem Boden geschossen. Sahdus – Bettelmoenche ueberall. Toll zum Ansehen, alle sehen unterschiedlich aus, je nachdem, welchem Gott sie geweiht sind.
Unser Guesthouse, meist Kategorie 2 bis  3 (6 ist das beste), kostet pro Nacht fuer die Beiden 400 Rupien (6,50 Euro), fuer mich allein ein Doppelzimmer 300 Rupien (5 Euro). Delhi und Agra waren teurer, ca. 8 Euro. Rikscha kostet je nach Strecke und je nach Anzahl Mitreisender. Essen in lokalen Restaurants mit Getraenk 1,50 Euro. Wir essen nur vegetarisch hier und trinken keine Milch und keine offenen Getraenke. Hygienisch .. nach unserem Standard meist nicht.. Jeden Tag eine Cola und Zaehneputzen mit Mineralwasser.
Geplanter Reiseverlauf:
Voraussichtlich sind wir in einer Woche in Varanasi ( wo wir nicht wissen, wie es mit Duschen ausschaut und Waesche waschen lieber auch nicht, Ganges-Wasser!!)
Mitte Februar wollen wir in Katmandu in Nepal fuer ca. einen Monat sein.
Ali Baba nennen mich hier die Strassenkinder wegen meines weißen Ziegenbarts, meine Che-Muetze wollten sie auch schon oefter haben.
Haben heute eine laute Nacht hinter uns, in der Naehe des Tempels wird 24 Std lang gesungen. Kann ganz schoen nervig sein. Haben alte Tempel angeschaut, die von der Landbevoelkerung als Unterkunft benutzt werden. 


Ausserdem ein Geierpaerchen gesichtet. Vor einigen Jahren waren hier noch total viele und jetzt gibt es fast keine mehr. Lt. Norbert vertragen die Geier Antibiotika nicht, welches die Schaefer ihren Tieren bei Krankheit geben. Es zerfrisst ihre Maegen. Toll das wir noch welche gesehen haben!