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Taj Mahal – Agra

Januar 24, 2011 Von: xindian Kategorie: Indien

Delhi – Agra

Nach einer Nacht und einen Tag New Delhi mit einigen Sehenswürdigkeiten, aber vielen Eindrücken der Menschen,  hat sich eine Mitfahrgelegenheit nach Agra = Taj Mahal und Red Fort gefunden.
Nach dem beeindruckenden Taj Mahal (eins der neuen 7 Weltwunder – alle 4 Seiten schauen gleich aus) und dem Roten Fort, habe ich die erste Nacht in einem Hotel (ohne fließend heißem Wasser, das bringen sie in Eimern und Kelle) in der Nähe des Taj Mahal fast durchgeschlafen (Jetlag 4Std weniger in Buenos Aires – 4,5 Std mehr in Indien).
Leider war es zu bewölkt, um den Sonnenaufgang am Taj Mahal zu sehen. Jeden Tag ist es warm, die Nächte sind kalt. Hier gibt es sehr viele Affen, die über die Häuserdächer gesprungen sind.
Über Indien ist sehr viel geschrieben und gesagt worden – man liebt oder man hasst es … Ich bin noch nicht ganz angekommen, um mir ein Urteil bilden zu können. Toll sind die netten Menschen und die lachenden Kinder, die unbedingt auf ein Foto von dir wollen oder ein Foto mit dir haben wollen. Toll auch die vielen Tempel – ganz anders, als man es kennt. Alles ist bunt. Man sieht traditionelle Kleidung und westliche Kleidung gemischt, Hindus und Moslems, Reich – Arm. Eine Männergesellschaft.

Manches ist nicht so positiv: arme alte und junge Menschen überall, aufdringliche Verkäufer, Tuktuk oder Taxifahrer, die dich nur nach eindringlichem Bitten da hin bringen, wo du auch hin willst (bekommen Kommission von Hotels und Restaurants). Touris, die das vielfache mehr als die Einheimischen bezahlen müssen (zum Taj Mahal zahlen Locals 20 Rupien – Touris 750 Rupien ( 100 = ca. 2 Dollar)) , alles ist dreckig, heilige Kühe mit Narrenfreiheit, Büffel (dürfen gegessen werden), Schweine und frei laufende Hunde überall.  Man sieht Kinderarmut und -arbeit. Sehr viel Verkehr (Linksverkehr und laut hupend kommen dir allerlei Vehikel entgegen) Es gibt fast keine Gehsteige, so dass entspannendes Gehen nicht möglich ist.

Ich bin froh, dass ich vorher in Südamerika war, sonst wäre der Kulturschock schon recht heftig gewesen.
Nun warte ich jetzt auf Lili und Norbert und dann geht die Reise irgendwohin weiter -Varanasi wird heftiger..

Nachdem Lili und Norbert eingetroffen sind, sind wir erstmal was essen gegangen und dann aufgebrochen zu einem Rundgang mit Rückseite Taj Mahal.

Durch Norberts Hatnäckigkeit sind wir noch auf dem Verbrennungsplatz in Agra gelandet.  Es war schon Nacht und es war ein Gänsehautanblick. Ca. 10 – 12 Feuerstellen mit Leichen, die verbrannt wurden oder gerade gebrannt haben .. teilweise konnte man noch Schädel im Feuer sehen. Die Locals hatten kein Problem mit uns. Es wird nur noch die sterbliche Hülle verbrannt. Die Asche wird dann am nächsten Morgen ins Wasser geworfen. Kühe und Hunde liegen neben oder auf der Asche. Gleichzeitig wurde daneben eine Hochzeit gefeiert ..  Ja, das ist Indien.

Wir sind dann nochmal an den Platz gelaufen, weil wir einem deutschsprechenden kanadischem (eigentlich in Californien lebenden) Matheprofessor, der jetzt in Aegypten unterrichtet und mit einer Inderin zusammenlebt, den Platz zeigen wollten … seine Eltern waren/sind Deutsche.

Heute hatten wir nochmal eine 30 km Fahrt mit wahnsinnig viel Verkehr und Gefährten (Auto) mit allerlei Beladen. Büffel und Kühe, die vor dir herlaufen, richtig heftig.